Möglicher Bombenfund an Carolabrücke: Stadt veröffentlicht Evakuierungsplan

Dresden - Auf den Neustädter Elbwiesen liegen wahrscheinlich zwei Bomben im Erdreich. Das ergaben vorsorgliche Untersuchungen der Baufelder für den Neubau der Carolabrücke. Ganz sicher können die Fachkräfte aber erst in der Woche ab 9. März sein, wenn der Boden um die potenziellen Blindgänger geöffnet werden soll. Auch dann wird erst klar werden, ob evakuiert werden muss. Das Rathaus bittet die Dresdner, sich vorsorglich darauf einzustellen - der mögliche Evakuierungsbereich steht bereits fest.

Sollte eine Evakuierung nötig werden, umfasst der Evakuierungsbereich einen Radius von 1000 Metern um die mutmaßliche Fundstelle am Baufeld des Neustädter Ufers.  © Stadt Dresden

Seit Oktober laufen Sondierungsarbeiten. Während das Altstädter Areal unauffällig blieb, fanden Fachkräfte auf der Neustädter Seite 31 Störstellen in einer Tiefe von zwei bis vier Metern. Das sind Anomalien im Erdmagnetfeld, in der Regel hervorgerufen durch metallische Dinge. 29 davon stuften Experten als unauffällig ein.

Es gebe aber auch zwei begründete Verdachtsfälle auf Bombenblindgänger, wie Sicherheitsbürgermeister Jan Pratzka (53, CDU) mitteilte.

Ob es sich aber nicht doch um alte Rohre oder Badeöfen handelt, könne man erst im März sagen.

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Voraussichtlich am Montag, dem 9. März, soll die Erde geöffnet werden, am Dienstag Klarheit herrschen, ob und wie schnell evakuiert werden muss.

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Auch am Mittwochnachmittag waren Kräfte des Kampfmittelbeseitigungsdienstes am Elbufer im Einsatz.  © Thomas Türpe
Auf diesem eingezäunten Areal am Neustädter Elbufer wurden die möglichen Bombenblindgänger entdeckt.  © Thomas Türpe
Michael Katzsch (45, l.), Leiter des Brand- und Katastrophenschutzamtes, sowie Sicherheitsbürgermeister Jan Pratzka (53, CDU) stellten am Mittwoch den Evakuierungsplan vor.  © Thomas Türpe

Rund 18.000 Menschen von möglicher Evakuierung betroffen

Im Januar 2025 wurde eine Weltkriegsbombe an der teilweise eingestürzten Carolabrücke in Dresden gefunden. Von der Entschärfung waren rund 10.000 Menschen betroffen. (Archivfoto)  © Robert Michael/dpa

Sollte eine Evakuierung nötig sein, umfasst der Radius etwa 1000 Meter um die mutmaßliche Fundstelle, so Michael Katzsch (45), Leiter des Brand- und Katastrophenschutzamtes.

Davon seien auch Kitas und Pflegeheime betroffen, man rechne mit 18.000 Menschen.

Ob sie potenziell betroffen sind, können Dresdner einsehen unter www.dresden.de/bombe im Internet. Das Rathaus bittet alle, die im möglichen Evakuierungsgebiet wohnen und arbeiten, sich insbesondere für die Woche ab 9. März vorsorglich auf eine mögliche Evakuierung einzustellen. Diese kann im ungünstigen Fall länger als 24 Stunden dauern.

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Eine Notunterkunft soll nach derzeitiger Planung in der Messe eingerichtet werden.

Weitere Details wird das Rathaus noch bekannt geben.

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