Dresden - Harsch kritisierte der Radlerverein ADFC die vier Entwürfe für eine neue Carolabrücke. Jetzt reagiert das erste Planungsbüro und korrigiert seinen Entwurf zugunsten der Radfahrer!
Die Radfahrer-Lobby forderte etwa 2,50 Meter breite Radwege, damit sich Lastenräder überholen können.
Am Entwurf von FHECOR/TSSB bemängelte der Verein außerdem einen steilen Anstieg und die Wegführung Richtung Altstadt über Straßenbahngleise.
"Wir haben die Anregungen und Kritik aufgenommen", sagt Architekt Jan Tröber (51) vom Dresdner Büro TSSB gegenüber TAG24.
"In Richtung Neustadt verbreitern wir den Radweg auf 2,50 Meter. In Richtung Altstadt ordnen wir die Radstreifen so an, dass keine Gleise mehr gekreuzt werden müssen."
Radfahrer können dann entweder den Gehweg (mit Zusatzschild "Radfahrer frei") nutzen. Oder auf einem neuen Schnellweg fahren, der zwischen Tram und Autos eingeordnet wird - diese Lösung befürwortet auch der ADFC.
"Außerdem reduzieren wir die Höhe im Bereich der Stromquerung um einen Meter. Das ist statisch immer noch drin und ändert auch nichts an der Bogenform", erklärt Tröber.
Die Breite von 32,50 Metern soll bleiben - dafür schrumpft der Gehweg auf der Ostseite um einen Meter.