Wirbel um Carolabrücken-Spuren landet im Stadtrat

Dresden - Im Mai sollen die Entwürfe für den Neubau der Carolabrücke präsentiert werden. Die mehrheitlich beschlossene Vorgabe des Stadtrates lautete dabei: Vier Spuren für Autos. Nun sorgten Aussagen von Brücken-Experte Steffen Marx (56) für Wirbel, wonach sich die Planungsbüros auch mit der "Interpretation der Stadtratsbestellung" beschäftigten.

Trennung der Bahn- und Autospuren: So sah die Carolabrücke vor ihrem Einsturz aus.  © Steffen Füssel

So hatte Marx im Dresdner Presseclub gesagt, dass etwa einzelne Autospuren durchaus zusammen mit Straßenbahnschienen gedacht würden. CDU-Stadtrat Steffen Kaden (55) fragte darum im Rat nach, inwiefern demokratische Entscheidungen konterkariert würden.

Für die CDU ist klar: Der Beschluss vom 19. Juni gibt vor, Autos und Bahnen zu trennen.

Im Wortlaut heißt es: "Der Brückenzug soll eine leistungsfähige Verkehrsanlage für alle Verkehrsträger (MIV, ÖPNV, Rad- und Fußverkehr) schaffen; dabei sind weiterhin vier Fahrspuren für den MIV vorzusehen." MIV steht dabei für "motorisierten Individualverkehr", also Autos, Lkw und Motorräder.

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Baubürgermeister Stephan Kühn (46, Grüne) stellte klar, dass der Ratsbeschluss die Planungsgrundlage sei und er selbst keinen Anhaltspunkt sehe, dass die Büros davon abweichen würden. Da die neue Carolabrücke als Ersatzneubau geplant werde, müssten (wie zuvor auch) Bahnen und Autos getrennt werden.

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Stadtrat Steffen Kaden (55, CDU) wollte wissen, inwiefern demokratische Entscheidungen konterkariert werden können.  © Thomas Türpe
Brücken-Experte Steffen Marx (56) sorgt mit Aussagen über die Arbeit der Planungsbüros für Wirbel.  © Thomas Türpe

Am 18. März sollen die Büros in Austausch mit Räten und Bürgern kommen. Die Entwürfe sollen am 26. Mai öffentlich vorgestellt werden.

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