Sotschi (Russland) - Diese Geschichte geht wortwörtlich unter die Haut! Zwei Monate nach einem Familienurlaub spürte ein junges Mädchen etwas Seltsames in ihrem Gesicht - was sich schließlich sogar bewegte. Was Ärzte dann unter ihrer Haut fanden, lässt einen erschaudern!
Anna Aleshkovka war im Alter von 16 Jahren im Urlaub in Sotschi von einer Mücke gestochen worden. Was sie damals nicht ahnte: Das Tier trug Dirofilaria-Larven an ihrem Stechrüssel und machte sie zu einer Wirtin des Parasiten.
"Zuerst stachen sie einen Hund oder eine Katze, dann stachen sie mich – und das war’s", erinnert sie sich laut Need to Know an die Situation vor etwa einem Jahrzehnt.
Zwei Monate später, zurück in ihrer sibirischen Heimat, bemerkte Anna dann etwas Merkwürdiges unter der Haut ihrer linken Gesichtshälfte. "Anfangs nahm ich nur leichte Bewegungen wahr. Morgens wachte ich dann mit einer leichten Schwellung auf", erklärt sie. Zu diesem Zeitpunkt schob sie die Entdeckung noch auf eine ungünstige Schlafposition oder auf übermäßig viel Sport.
"Ich dachte: 'Meine Muskeln sind überlastet; ich brauche einfach nur etwas Ruhe'." Stattdessen hätte sie schon damals einen Arzt gebracht. Monat für Monat wurden die Schwellungen im Gesicht schlimmer und Anna spürte die Bewegungen immer deutlicher. Was es auch war - es wanderte scheinbar von ihrer Stirn hinunter bis zu ihrer Wange.
Immer wieder suchte sie in Krankenhäusern nach einer Antwort, doch die Ärzte vermuteten ein Problem mit ihren Weisheitszähnen oder eine Trigeminusneuralgie, also eine Nervenschmerzerkrankung. Dermatologen deuteten die roten Flecken, die dann auf ihrer Wange auftauchten, als Akne. Keiner kam auf die Idee, den Teenager auf einen Wurmbefall hin zu untersuchen.
Ärzte übersehen Parasiten in Patientengesicht
Stattdessen wurden ihre Beschwerden nicht ernst genommen. Ein Arzt hätte ihr demnach vorgeworfen, dass die Probleme nur in ihrem Kopf existieren würden. Anna blieb erschöpft und frustriert zurück, verpasste deshalb sogar den Schulunterricht.
Dies sollte sich ändern, als der Teenager im Sommer 2017 mit einer Freundin unterwegs war, als plötzlich das linke Augenlid schwer wurde und sich nicht mehr öffnen ließ. "Meine Freundin zog meine Augenbraue mit dem Finger nach oben und schrie: 'Anya, da bewegt sich etwas drin!'", so die Sibirierin.
Dann ging alles ganz schnell: Ein Krankenwagen brachte sie in eine Klinik in Irkutsk, wo Ärzte schließlich die Diagnose "Parasit" stellten. Ein Tag später wurde der Wurm in einem Eingriff von drei Chirurgen über einem kleinen Schnitt an der Augenbraue entfernt.
Die Stunden bis zur erlösenden Operation sollten sich für Anna wie ein Horrorfilm abspielen: "Ich lebte noch weitere 24 Stunden mit dem Parasiten in meinem Augenlid und hielt ihn mit der Hand fest, damit er nicht wegkriechen und sich verstecken konnte." Geschlafen hätte sie bis zum Eingriff nicht.
Nachdem der 15 Zentimeter lange Wurm entfernt war, benötigte Anna noch ein halbes Jahr, um sich von der entstandenen Infektion zu erholen.
Der Parasit wurde derweil in einem Museum ausgestellt.