Borna - Großeinsatz der Feuerwehr in der Nacht zu Dienstag: Gegen 2 Uhr wurden die Kameraden an die Fabrikstraße in Borna gerufen. In gleich zwei leerstehenden Gebäuden auf demselben Grundstück war es zu Dachstuhlbränden gekommen.
Die Adresse war den Feuerwehrleuten nicht unbekannt. Bereits zuvor war es auf dem Gelände immer wieder zu Bränden gekommen, so zuletzt im November, als ein Feuer die Retter stundenlang auf Trab hielt.
Als die Kameraden diesmal am Ort des Geschehens eintrafen, soll der Dachstuhl eines der Gebäude, dem Kleineren, bereits in Vollbrand gestanden haben, wie TAG24 erfuhr. Im zweiten, größeren Haus war demnach ebenfalls der Dachstuhl in Brand geraten.
Das schnelle Eingreifen der Feuerwehrleute mittels einer Drehleiter und zwei Strahlrohren verhinderte offenbar jedoch Schlimmeres: Indem sie eine Riegelstellung aufbauten, hinderten sie die Flammen in dem Hauptgebäude daran, sich weiter auszubreiten und weiteren Schaden anzurichten.
Das kleinere Gebäude kam weniger glimpflich davon: Wie Polizeisprecherin Susanne Lübcke gegenüber TAG24 erklärte, stürzte dessen Dachstuhl ein. "Der Schaden ist derzeit noch unklar."
Feuerwehreinsatz in Borna: Brandstiftung gilt als wahrscheinlich
Bis in die Morgenstunden waren die Einsatzkräfte vor Ort und mit den Löscharbeiten beschäftigt. Die Kameraden aus Borna, Lobstädt, Eula, Zedlitz und Regis-Breitingen bekämpften unter schwerem Atemschutz sowohl von innen als auch von außen den Brand.
Zusätzlich kam eine Drohne zum Einsatz, mit deren Hilfe Glutnester aus der Luft lokalisiert und gezielt abgelöscht werden konnten. Insgesamt waren die 50 Kameraden über sieben Stunden lang im Einsatz - doch damit nicht genug!
Wie ein Sprecher der Bornaer Feuerwehr berichtete, war ein Glutnest nach Beendigung der Löscharbeiten erneut aufgeflammt, was die Kameraden wieder rund eine Stunde lang in Schach hielt.
Wie es zu den Bränden kam, ist derzeit noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Da an den leerstehenden Gebäuden keine Medien wie Strom oder Gas anliegen, gilt nach ersten Einschätzungen vom Ort des Geschehens Brandstiftung als wahrscheinlich.
Verletzt wurde bei dem Feuer und den anschließenden aufwendigen Löscharbeiten glücklicherweise niemand.
Erstmeldung um 7.14 Uhr ; Update um 15.02 Uhr