Letzte Glutnester sind bezwungen! Millionen-Brand in historischer Altstadt endlich gelöscht
Lauterbach - Der folgenschwere Brand in der Altstadt von Lauterbach ist endlich komplett gelöscht! Die letzten Glutnester konnten von den Einsatzkräften in der Nacht auf Freitag erfolgreich beseitigt werden.
Laut einem Sprecher der Feuerwehr sind seit etwa 0.30 Uhr keine Glutnester mehr aufgeflammt. Die Kräfte seien die ganze Nacht vor Ort gewesen, der Einsatz lief seit dem späten Mittwochnachmittag.
Es waren den Angaben zufolge schätzungsweise etwa 450 Feuerwehrleute aktiv eingebunden.
Momentan gelte es, die Statik der von dem Brand beschädigten Gebäude zu prüfen, hieß es. Mehrere Fachwerkhäuser waren von den Flammen direkt betroffen, weitere durch die Hitzeentwicklung und Löscharbeiten in Mitleidenschaft gezogen worden. Vorläufig sind diese als unbewohnbar eingestuft.
Der Schaden wird nach aktuellem Erkenntnisstand auf mindestens fünf Millionen Euro geschätzt.
Ausgebrochen war das Feuer am Marktplatz in einem Restaurant. Aufgrund der Bauweise der Altstadt konnten sich die Flammen anschließend schnell ausbreiten. Lauterbach liegt an der Deutschen Fachwerkstraße. Die vorwiegend im 17. und 18. Jahrhundert errichteten Gebäude lehnen sich in enger Reihe an die Stadtmauer aus dem Jahr 1266 an.
Feuer in der Altstadt von Lauterbach: Polizei ermittelt zur Brandursache und sucht Zeugen
Die Zahl der Verletzten, unter denen sich auch zwei Einsatzkräfte befanden, hat sich auf sechs erhöht.
Behandelt wurden die Personen jeweils aufgrund von erlittenen Rauchgasvergiftungen. Laut dem Sprecher seien alle aber bereits wieder wohlauf.
Die Ermittlungen der Polizei laufen derweil weiter. Am Donnerstag konnten Brandursachenermittler die Häuser vor Ort in Augenschein nehmen. Die Begutachtung der Brandstelle steht jedoch aus.
Es müsse zunächst noch geklärt werden, ab wann diese ohne eine Eigengefährdung zu betreten sei.
Im Zusammenhang mit den Ermittlungen werden Zeugen gesucht. Personen, die Hinweise geben können, können sich gebeten, sich beim Präsidium Osthessen unter der Rufnummer 06611050 oder bei jeder anderen Dienststelle zu melden.
Titelfoto: Florian Wiegand/dpa

