Rohr nicht frei: Penis in Metallring beschäftigt 90 Minuten lang sechs Feuerwehrleute

Bad Tölz - In den frühen Morgenstunden kam am Dienstag ein Mann mit einem pikanten Problem in die Notaufnahme der Asklepios Stadtklinik im oberbayerischen Bad Tölz. Er musste von seinem Intimschmuck - einem Metallring - befreit werden.

Der Intimschmuck musste - weil sich das Metall nicht biegen ließ - an gleich zwei Stellen durchtrennt werden, ehe der Penis wieder frei war.
Der Intimschmuck musste - weil sich das Metall nicht biegen ließ - an gleich zwei Stellen durchtrennt werden, ehe der Penis wieder frei war.  © Freiwillige Feuerwehr Bad Tölz

In der Notaufnahme stieß man allerdings schnell an die Grenzen der Möglichkeiten und musste eine ungewöhnliche Technische Hilfeleistung anfordern.

Gegen 5.20 Uhr wurden die Floriansjünger alarmiert, vier Minuten später standen sie für den skurrilen Einsatz in der Klinik bereit.

Sechs ehrenamtliche Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr aus Bad Tölz waren am Ende laut Meldung auf deren Internetseite rund eineinhalb Stunden lang mit der Penis-Befreiung beschäftigt.

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Die Retter hatten es mit einem "wirklich massiven Ring aus Edelstahl" zu tun, wie der Tölzer Kommandant Thomas Fuchsgruber vom "Tölzer Kurier" zitiert wird. "Ich würde schätzen: drei Zentimeter breit und einen halben Zentimeter dick."

Eine unangenehme Situation - vermutlich für alle Beteiligten. Denn auch die Profis standen vor dem Problem: Wie geht man hier vor, ohne dass der Patient selbst verletzt wird?

Doch der Gerätewart der Feuerwehr war bei dem Einsatz mit dabei und hatte die rettende Idee.

Drei Sägeblätter und mehrere Pausen für Befreiung notwendig

Verwendet wurde laut Pressemitteilung schließlich ein Multitool mit einem oszillierendem Aufsatz. Weil sich das Metall jedoch nicht aufbiegen ließ, musste man gleich an zwei Stellen das Gerät ansetzen. Hier kamen weitere Probleme hinzu.

Um die Haut vor Verletzungen durch das Schneidegerät zu schützen, musste man mit Mullbinden die Oberfläche schützen. Außerdem erhitzte sich beim Sägen das Metall, sodass man sich dazu entschied, parallel mit Wasser den "Einsatzbereich" zu kühlen. Insgesamt wurden drei Sägeblätter laut Fuchsgruber verbraucht.

Eineinhalb Stunden lang - inklusive mehrerer notwendiger Pausen - waren die Feuerwehrleute beschäftigt, ehe der Betroffene unverletzt aus seiner Lage befreit werden konnte. Es sei nicht auszuschließen, dass die Stadt dem Mann diesen Einsatz in Rechnung stellen wird.

Titelfoto: Freiwillige Feuerwehr Bad Tölz

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