Airline streicht diese Woche über 100 Flüge: Wer in diese Länder möchte, sollte nun aufpassen

Solna (Schweden) - Skandinavien-Urlauber aufgepasst! Der Nahost-Konflikt fordert auch an den europäischen Flughäfen seinen Tribut. Die schwedische Airline SAS hat sich dazu entschieden, allein in dieser Woche über 100 Flüge zu streichen. Im April soll die Zahl auf über 1000 steigen.

Die meisten Flüge der schwedischen Airline finden im Luftraum von Europa statt. Jedoch können Fluggäste mit den Maschinen auch nach Japan, Thailand oder die USA fliegen. (Archivfoto)  © JAIME REINA / AFP

"Angesichts der Lage im Nahen Osten, insbesondere des starken und rasanten Anstiegs der globalen Treibstoffpreise, ergreifen wir Maßnahmen zur Stärkung unserer Widerstandsfähigkeit", erklärt ein Sprecher der Airline SAS in einem Interview mit dem Nachrichtensender "TV2". Die Airline fliegt vor allem skandinavische Ziele an, ist jedoch auch auf Flughäfen in aller Welt anzutreffen.

Allein in den vergangenen zehn Tagen hat sich der Preis für den Flugzeugtreibstoff Kerosin verdoppelt. Der Unternehmenschef der Airline schildert in einer Stellungnahme gegenüber der schwedischen Wirtschaftszeitung "Dagens Industri", dass die Airline alles daransetzt, die Kostensteigerung so gering wie möglich für den Kunden abzufedern. Dennoch war die gesamte Luftfahrtbranche nicht auf den plötzlichen Kerosin- und Öl-Engpass vorbereitet.

Laut der Website "Avinor" wurde bereits in dieser Woche bei 110 Flügen der Rotstift angesetzt, darunter auch Flüge aus Bergen und Oslo. Allein am Dienstag wurden 29 SAS-Flüge gecancelt. Auch im kommenden Monat werden rund 1000 Flüge gestrichen.

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Der CEO von SAS weist gleichzeitig darauf hin, dass bei den Hunderten Flügen am Tag diese Zahl der gestrichenen Verbindungen keine dramatischen Auswirkungen darstellt. Jedoch stellt die Ungewissheit, wie lange der Konflikt im Nahen Osten noch andauern wird, die europäische Luftfahrt vor große Herausforderungen.

Die schwedische Airline fliegt auch Ziele in Deutschland an, darunter die Flughäfen von Berlin, Stuttgart, Hannover, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt am Main und München.

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Es ist geplant, dass SAS im April rund 1000 Flüge streichen möchte. Reisende, die bereits einen Flug bei der Airline gebucht haben, sollten diesen besser im Auge behalten. (Symbolfoto)  © Florian Wiegand/dpa

Nahost-Konflikt bringt Handelsstraße zum Stocken

Nach den verheerenden Angriffen der USA und Israel auf den Iran hat die iranische Regierung zum Vergeltungsschlag ausgeholt und mehrere Länder rund um den Persischen Golf angegriffen. Aus diesem Grund ist auch die stark frequentierte Straße von Hormus - eine Meerenge zwischen dem Iran, dem Oman und den Vereinigten Arabischen Emiraten - zum Erliegen gekommen.

Durch diese Meerenge werden normalerweise rund 25 Prozent des Erdöls des weltweit auf dem Seeweg gehandelten Erdöls transportiert.

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