"Bombe an Bord": WLAN-Name löst Großeinsatz an Flughafen aus
Malaga (Spanien) - Aufregung am Flughafen von Malaga: Eine Maschine der niederländischen Fluggesellschaft KLM musste am Samstagabend kurz vor dem Start evakuiert werden. Der Grund: ein verdächtiges WLAN-Netzwerk.
Alle Passagiere hatten bereits ihre Plätze eingenommen, die Boeing rollte schon auf die Startbahn zu, um jeden Moment in Richtung Amsterdam abzuheben - als einer der Fluggäste plötzlich eine alarmierende Entdeckung machte.
Wie der niederländische "Telegraaf" berichtete, sprang dem Reisenden bei dem Versuch, sich ins WLAN einzuloggen, ein frei verfügbarer Hotspot ins Auge - mit dem bedrohlichen Namen: "Allahu Akbar (bomb on board)", was auf Deutsch so viel bedeutet wie "Gott ist groß (Bombe an Bord)".
Der Passagier informierte umgehend die Besatzung, die sofort Alarm schlug und das Flugzeug zurück zum Flughafengebäude steuerte.
Was folgte, war ein stundenlanger Polizei-Großeinsatz: Sämtliche Passagiere mussten die Maschine verlassen und wurden in einen abgetrennten Raum des Airports geleitet, wo Einsatzkräfte sie erneut kontrollierten. Spürhunde durchsuchten zeitgleich den Flieger sowie das gesamte Gepäck der Reisenden.
"Es wurde ein riesiger Einsatz", erzählte ein betroffener Fluggast der Zeitung. "Am Ende stellte sich alles als Fehlalarm heraus."
Verdächtiger WLAN-Hotspot entpuppt sich als Fehlalarm
Auch die Fluglinie bestätigte, dass bei dem Einsatz nichts Verdächtiges gefunden worden sei. Trotzdem sei die aufwendige Aktion notwendig gewesen, um die Sicherheit von Passagieren und Crew gewährleisten zu können, hieß es in einem Statement von KLM.
Obwohl einige Passagiere nach dem Vorfall offenbar zu verängstigt waren, um den Flug anzutreten, konnte die Maschine schließlich mit vierstündiger Verspätung zum Flughafen Schiphol in Amsterdam starten, wo sie gegen 3 Uhr morgens sicher landete.
Die Crew habe in der Extremsituation einen kühlen Kopf bewahrt und die aufgelösten Reisenden beruhigt, lobte ein Fluggast, weshalb er sich trotz der angespannten Lage gut aufgehoben gefühlt habe.
Was genau es mit dem WLAN-Netzwerk auf sich hatte, blieb allerdings offen. Wer den Hotspot eingerichtet hat, konnte nicht geklärt werden.
Titelfoto: picture alliance/dpa | Bodo Marks

