Sankt Augustin - Etwas über ein Jahr nach einem tödlichen Flugzeugabsturz in Sankt Augustin-Hangelar (Rhein-Sieg-Kreis, NRW) hat die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) ihren Abschlussbericht veröffentlicht.
Demnach sei wahrscheinlich eine Triebwerksstörung mit Leistungsverlust für den Absturz der Beechcraft Bonanza B36TC am 22. März 2025 ursächlich gewesen, so die BFU.
Einen Fehler des Piloten sieht die Behörde derweil als nicht ausschlaggebend für den Absturz. Der 51-Jährige habe "alle luftrechtlichen Voraussetzungen für die Durchführung des Fluges" erfüllt. Seine Gesamtflugerfahrung sei zudem als "gut einzustufen", obwohl sein aktueller Trainingsstand "eher gering" gewesen sein soll.
Darüber hinaus geht die BFU davon aus, dass der Pilot nach dem Leistungsverlust korrekterweise die elektrische Zusatz-Kraftstoffpumpe aktiviert hat.
Grund für die Störung seien stattdessen wohl massive Korrosionsschäden im Inneren der Pumpe gewesen, wie Untersuchungen ergeben hätten. Zudem seien in diesem Rahmen festsitzende Drehschieber sowie eine gebrochene Antriebswelle festgestellt worden.
Zeugen von Flugzeugabsturz erinnern sich an "Stottern des Motors"
Das einmotorige Kleinflugzeug kippte kurz nach dem Start um 16.30 Uhr zur Seite und stürzte östlich des Areals auf einen Acker zwischen Flugplatz und Eisenbahngleisen. Der Pilot kam ums Leben, seine sechsjährige Tochter erlitt schwere Verletzungen, konnte sich aber noch selbstständig aus dem brennenden Wrack befreien.
Zeugen hatten nach dem Unglück angegeben, kurz nach dem Abheben der Beechcraft in 15 bis 20 Metern Höhe ein "Stottern des Motors" sowie eine schwarze Rauchwolke wahrgenommen zu haben. Anschließend habe das Flugzeug keine Höhe mehr gewinnen können, so die BFU.
Nach einem "unüblich tiefen" Überfliegen der Hecke am Ende des Flugplatzgeländes hätten die Zeugen darüber hinaus einen "unrunden Motorlauf" sowie nur noch ein "leises Motorgeräusch" hören können.
Ähnliche Erkenntnisse lieferte auch die Auswertung einer Audiospur einer Überwachungskamera.