Flugzeugabsturz in Frankreich: Elf Menschen sterben auf dem Weg zum Fallschirmsprung
Tomblaine (Frankreich) - Tragödie im Nordosten Frankreichs! In Tomblaine, einem Vorort der Stadt Nancy (rund 100.000 Einwohner), stürzte am Sonntag ein Kleinflugzeug ab. Elf Menschen kamen dabei ums Leben.
Laut L'Est Républicain ereignete sich der Absturz gegen 11 Uhr in der Nähe des örtlichen Flugplatzes Essay-lès-Nancy.
Bei dem Flieger soll es sich um eine in Deutschland registrierte Maschine vom Typ "Pilatus" handeln.
Für gewöhnlich werden Flugzeuge dieser Bauart gern zum Transport von Fallschirmspringern eingesetzt. So auch in diesem Fall.
Wie das Portal berichtet, sollen sich an Bord der Pilatus fünf Fluglehrer, fünf Flugschüler und ein erfahrener Pilot befunden haben. Die Maschine stürzte direkt nach dem Start ab, drei Personen sollen aus dem Flugzeug geschleudert worden sein.
Die Gruppe Fallschirmspringer hatte sich auf den Weg in die Luft gemacht, um einen Schnuppersprung zu absolvieren. François Pélissier, Präsident des Flugzentrums Grand Nancy Tomblaine sprach von einer "absoluten Tragödie" und bestätigte, dass einige der Opfer den Sprung geschenkt bekommen hatten.
Absturz-Opfer sollen freiberufliche Pflegekräfte aus der Region sein
Bei zumindest einem Teil der Fallschirmspringer soll es sich um freiberufliche Pflegekräfte aus Nancy handeln. Thierry Pechey, Vorsitzender des örtlichen Pfleger-Rates habe dies vor Ort bestätigt.
Regionalpräfekt Yves Seguy hielt sich derweil noch bedeckt, wollte die Aussage nicht bestätigen.
Rettungskräfte riegelten den Unglücksort weiträumig ab. Nach dem Absturz des Fallschirmflugzeugs kam es zu einem großflächigen Stromausfall.
Staatsanwaltschaft, Kriminalpolizei und Luftfahrtbehörde in Nancy-Metz sind dabei, Ermittlungen zum Absturz einzuleiten.
"Ich kann mich an kein Unglück dieses Ausmaßes erinnern", sagte Hervé Feron (69), der Bürgermeister von Tomblaine.
Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez (62) soll 16.30 Uhr an der Absturzstelle eintreffen, um sich ein Bild von der Lage machen zu können.
Erstmeldung: 13.52 Uhr, zuletzt aktualisiert: 15.10 Uhr
Titelfoto: Jean-Christophe Verhaegen / AFP

