Influencerin außer Kontrolle? Deutsche TikTokerin attackiert ihre Mitbewohnerin

Australien - Die deutsche TikTokerin Samuela Brachtendorf (19), die sich derzeit in Australien aufhält und mehr als 236.000 Follower hat, sieht sich aktuell mit schweren Vorwürfen konfrontiert.

Samuela griff ihre Mitbewohnerin Hannah an und verwüstete dabei auch ihr Badezimmer.
Samuela griff ihre Mitbewohnerin Hannah an und verwüstete dabei auch ihr Badezimmer.  © privat

Demnach soll die 19-Jährige am 25. Januar völlig ausgerastet sein, ihre deutsche Mitbewohnerin Hannah körperlich angegriffen sowie deren Badezimmer verwüstet und private Gegenstände beschädigt haben, berichtet eine Person aus ihrem näheren Bekanntenkreis gegenüber TAG24.

Zuvor hatte Samuela bereits für Aufruhr gesorgt, als sie Hannah und deren Freundinnen mit Schokomilch bespritzte - offenbar in der Annahme, eine von ihnen habe etwas mit ihrem vermeintlichen Ex-Freund Paul zu tun.

Seitdem teasert Samuela auf Instagram ein angebliches Finale an, in dem sie "alles erzählen" wolle, und ruft ihre Follower dazu auf, Beiträge mit Kommentaren wie "Free Samu" oder "We love Samu" zu fluten, um sich öffentlich zu positionieren.

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In einem exklusiven Video, das TAG24 von einer Person aus ihrem Umfeld erhielt, ist zu sehen, wie Samuela Hannah am besagten Sonntag in deren Zimmer aufsucht, während ein junger Mann anwesend ist. Das missfiel der 19-Jährigen offenbar so sehr, dass sie lautstark verlangte, er solle die Wohnung verlassen. Kurz darauf griff sie Hannah an, packte ihr Handgelenk und schrie "Don’t touch me", als Hannahs Freund dazwischen ging.

Schließlich soll Samuela den Vermieter angerufen haben, um zu berichten, dass Hannah und der junge Mann sie belästigten - offenbar mit dem Ziel, ihn aus der Wohnung zu drängen.

Daraufhin verständigte ein weiteres WG-Mitglied die Polizei. Samuela soll wegen häuslicher Gewalt und Sachbeschädigung festgenommen worden sein. Außerdem wurde gegen sie ein Kontaktverbot erlassen, das ihr untersagt, sich Hannah, die inzwischen ausgezogen ist, zu nähern.

Auf Instagram postete Samuela in ihrer Story, dass sie verhaftet wurde.
Auf Instagram postete Samuela in ihrer Story, dass sie verhaftet wurde.  © Bildmontage: Instagram/Screenshot/samuskleineweltt

Paul wollte die Freundschaft respektvoll beenden

Laut Paul hat er mit Samuela die Beziehung nur für Content vorgespielt.
Laut Paul hat er mit Samuela die Beziehung nur für Content vorgespielt.  © Bildmontage: TikTok/Screenshot/samuskleinewelt

Samuela, die mit einem Arbeitsvisum in Australien lebt, wurde in den vergangenen Monaten vor allem durch ihre Reiseberichte und die Dokumentation ihrer Brustvergrößerungsoperationen bekannt.

Nach der vermeintlichen Trennung von ihrem Partner Paul, mit dem sie zuvor mehrere Pärchenvideos aufgenommen hatte, veröffentlichte sie Statement-Videos, in denen sie ihn ins schlechte Licht rückte. Eines dieser Videos erreichte fast drei Millionen Aufrufe und führte zu zahlreichen Anfeindungen gegen Paul in den sozialen Medien.

"Ich wollte nicht mit ihm schlafen - und er hat mich unter Druck gesetzt", sagt die 19-Jährige dabei im Clip.

Im Gespräch mit TAG24 weist Paul diese Anschuldigungen jedoch entschieden zurück: "Diese Situation hat so nie stattgefunden." Zudem betont er, dass er mit der 19-Jährigen keine feste Partnerschaft hatte: "Samu und ich waren nie offiziell zusammen."

Aus seiner Sicht begann der Konflikt, weil er keinen engeren Kontakt mehr mit Samu und ihren guten Freunden haben wollte: "Der Kontaktabbruch ging von mir aus, weil ich mich unwohl gefühlt habe und keinen weiteren gemeinsamen Content oder privaten Kontakt mehr wollte", so Paul.

Dabei war es ihm wichtig, die Freundschaft respektvoll zu beenden: "Ich habe Samu ausdrücklich darum gebeten, die Situation nicht öffentlich auszutragen und stattdessen nach außen zu kommunizieren, dass wir im Guten auseinandergegangen sind."

Doch Samu veröffentlichte zahlreiche Statements und Videos und richtet sich dabei öffentlich gegen ihn. "Aktuell schießt ein großer Teil des Internets gegen mich, weil viele die öffentlich erhobenen Vorwürfe für wahr halten", erzählt Paul.

Hannah und Paul wollen den Hass beenden

Sowohl Hannah als auch Paul haben sich öffentlich in einem Statement-Video zu Wort gemeldet.
Sowohl Hannah als auch Paul haben sich öffentlich in einem Statement-Video zu Wort gemeldet.  © TikTok/Screenshot/paulstorylines

Paul und Hannah haben auf TikTok bereits ein Clip veröffentlicht, in dem sie auf die Statement-Videos von Samuela reagieren.

Im Gespräch mit TAG24 berichten beide, wie sehr sie die Situation belastet - sowohl psychisch als auch körperlich.

"Ich wünsche mir, dass der Streit friedlich endet und nicht weiter eskaliert. Beide Seiten haben ihre Sicht dargestellt, die Öffentlichkeit kann sich selbst eine Meinung bilden. Ich habe kein Interesse an weiterem Beef oder anhaltendem Drama", so Paul.

Auch Hannah schildert die Auswirkungen der Ereignisse: "Mich hat das psychisch sehr belastet. Zeitweise konnte ich kaum essen oder schlafen und hatte mehrere Panikattacken sowie Zusammenbrüche. Ich hatte sogar den Wunsch, nach Hause zu fliegen, was sehr schade gewesen wäre, da ich mich auf Australien gefreut habe."

Beide möchten ein Zeichen gegen den Hass setzen und darauf aufmerksam machen, dass man genau überlegen sollte, was man postet, wie man reagiert und welche Auswirkungen Reichweite haben kann - sowohl psychisch als auch körperlich auf die Betroffenen.

Eine Anfrage von TAG24 an Samuela, sich zu den Vorwürfen zu äußern, blieb bislang unbeantwortet. Stattdessen kündigte sie für Samstag ein "Schokomilch"-Fantreffen in Sydney an, bei dem sie ihre Community dazu einlädt, gemeinsam mit ihr Kakao zu trinken.

Titelfoto: Bildmontage: Instagram/Screenshot/samuskleineweltt, privat

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