Hamas-Killer greifen Festival an: So zügellos mordeten die Terroristen

Israel - Tausende feierten zu Psytrance-Beats in der Wüste Negev. Dann kamen Hamas-Killer mit Fallschirmen und Trucks auf das Tribe-of-Nova-Festival und richteten ein Blutbad an. Überlebende berichten jetzt, wie sie die Attacke wahrnahmen.

Eine junge Frau bringt sich in Sicherheit. Derweil greifen die Terroristen die Flüchtenden an.
Eine junge Frau bringt sich in Sicherheit. Derweil greifen die Terroristen die Flüchtenden an.  © Montage: X/@itsDeepakJangid

Am Tag nach dem schrecklichen Angriff auf Israel wird das Ausmaß des Terrors deutlich.

Rund 3000 Menschen trafen sich am Samstag am Kibbuz Re’im, nur vier Kilometer vom Gaza-Streifen entfernt. Die Menschen wollten ausgelassen feiern, es sollte ein Festival für Familien sein. Doch der Rave endete in beispiellosem Terror.

"Mitten in der Party, die groß und laut war, wurde Alarm ausgelöst", sagte Festivalgängerin Ortel mit zitternder Stimme zum Sender Channel 12. Die Musik verstummte, der Strom wurde abgeschaltet, dann fielen Schüsse. "Sie kamen aus dem Nichts und feuerten in alle Richtungen." Panik machte sich unter den Gästen breit.

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"Fünfzig Terroristen kamen in Lieferwagen an, gekleidet in Militäruniformen." Alle rannten zu ihren Autos, schildert die Überlebende. "Sie feuerten Salven ab. Ich versteckte mich auf einem kleinen Baum." Unzählige wurden vor ihren Augen erschossen.

"Ich sah Massen von Verwundeten, die umfielen, und ich saß in einem Baum und versuchte zu verstehen, was los war."

Die Killer kamen mit Motorschirm

Überlebende berichtet von Festival-Angriff: "Es war ein geplanter Hinterhalt"

Die Terroristen sollen auch mit Panzerfäusten, sogenannten RPGs, auf Autos geschossen haben. Wracks säumen die Straße vor dem Festivalgelände.
Die Terroristen sollen auch mit Panzerfäusten, sogenannten RPGs, auf Autos geschossen haben. Wracks säumen die Straße vor dem Festivalgelände.  © X/@manyambizo

Sanitäter Yaniv der zum Dienst beim Festival eingeteilt war, berichtet auch vom Event: "Es war ein Massaker, so etwas habe ich noch nie in meinem Leben gesehen. Es war ein geplanter Hinterhalt", sagte er zum Portal Kore.il.

"Als die Leute aus den Notausgängen kamen, warteten dort Terroristentrupps auf sie und begannen zu schießen." Viele verloren auf dem Parkplatz ihr Leben, andere suchten in Dixie-Klos Zuflucht und wurden dort erschossen.

Yaniv versteckte sich drei Stunden lang unter einem Orangenbaum, dann fanden ihn Rettungskräfte.

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"Sie sagten, dass ihr Sanitäter getötet worden sei und dass sie einen Sanitäter brauchen", berichtet der Überlebende. "Sie haben mich mitgenommen, dann haben sie angefangen zu schießen. Einem Polizisten wurde ins Bein geschossen."

Von Yanivs Kollegen überlebte keiner. Sie alle wurden von der Terroristen ermordet.

Die Terroristen kannten sich mit der Örtlichkeit aus. Einige kamen direkt auf Festivalgelände, andere lauerten davon bei den Parkplätzen.
Die Terroristen kannten sich mit der Örtlichkeit aus. Einige kamen direkt auf Festivalgelände, andere lauerten davon bei den Parkplätzen.  © Instagram/tribe_of_nova
Von Terroristen entführt: Die Deutsche Shani Nicole Louk (22) ist wahrscheinlich schon tot.
Von Terroristen entführt: Die Deutsche Shani Nicole Louk (22) ist wahrscheinlich schon tot.  © Montage: Instragram/shanukkk
Mastermind hinter dem infamen Angriff auf das Festival: Hamas-Boss Mohammed Deif
Mastermind hinter dem infamen Angriff auf das Festival: Hamas-Boss Mohammed Deif  © Montage: MAHMUD HAMS / AFP, Unknow, CC BY-SA 4.0
Israelische Sicherheitskräfte bekämpfen Hamas-Terroristen.
Israelische Sicherheitskräfte bekämpfen Hamas-Terroristen.  © GIL COHEN-MAGEN / AFP

Wohl mehr als 200 Menschen beim Tribe-of-Nova-Festival getötet

Israelische Sicherheitskräfte auf einem Bradley-Schützenpanzer. Die Regierung des vom Terror bedrängten Staates hat eine scharfe Reaktion auf die jüngsten Geschehnisse angekündigt.
Israelische Sicherheitskräfte auf einem Bradley-Schützenpanzer. Die Regierung des vom Terror bedrängten Staates hat eine scharfe Reaktion auf die jüngsten Geschehnisse angekündigt.  © Menahem Kahana/AFP

Sanitäter Yaniv schätzt die Zahl der Getöteten beim Psytrance-Festival auf mindestens 200. Er vermutet, dass die Terroristen vom Festival wussten. "Sie hatten geheimdienstliche Informationen", sagt er.

Viele Festivalgänger wurden darüber hinaus von den Terroristen verschleppt. Auch die junge Deutsche Shani Nicole Louk (22) wird seit dem schrecklichen Angriff vermisst. Die schwer-verletzte Frau wurde von den Terroristen im Gaza-Streifen zur Schau gestellt. Unbestätigten Informationen zufolge soll die Tattoo-Künstlerin ihren schweren Verletzungen erlegen sein.

Derweil wird der Krieg, den Terrorfürst Mohammed Deif am Samstag vom Zaun brach, mit unverminderter Härte weitergeführt.

Mehr als 600 Israelis sind bereits gestorben. Und mindestens 300 Palästinenser wurden bei Luftschlägen der israelischen Luftwaffe getötet.

Titelfoto: Montage: X/@itsDeepakJangid, GIL COHEN-MAGEN / AFP

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