Nahost-Konflikt: US-Sondergesandter warnt vor nuklearer Bedrohung

Iran - Inmitten heftiger israelischer Angriffe auf den Iran hat US-Präsident Donald Trump überraschend ein baldiges Ende des Krieges ins Spiel gebracht.

Der US-Präsident Donald Trump (79).  © Kay Nietfeld/dpa

"Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet. Sie haben keine Marine, keine Kommunikationssysteme, sie haben keine Luftwaffe", zitierte ihn der US-Sender CBS News nach einem Telefoninterview.

Der Krieg verlaufe "weit vor dem Zeitplan." Das Hauptrisiko sei vorbei. Der US-Präsident legte sich aber nicht auf einen konkreten Zeitpunkt fest.

Die iranischen Revolutionsgarden reagierten scharf auf Trumps Äußerungen. "Wir sind diejenigen, die über das Ende des Krieges entscheiden", hieß es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Mitteilung. "Die Bedingungen auf dem Schlachtfeld und das Ende des Krieges liegen in den Händen der Islamischen Republik."

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10. März, 20.50 Uhr: Mehr als 5000 Ziele im Iran getroffen

Die USA haben nach Angaben des Weißen Hauses mittlerweile mehr als 5000 Ziele im Iran attackiert.

Das teilte die Sprecherin der US-Regierung, Karoline Leavitt (28), in Washington mit. Die ballistischen Raketenangriffe des Irans seien seit Kriegsbeginn dagegen um mehr als 90 Prozent zurückgegangen und die Drohnenangriffe um etwa 85 Prozent.

"Die amerikanischen Soldaten gewinnen diesen wichtigen Kampf noch schneller als wir erwartet haben", sagte Leavitt.

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10. März, 20.22 Uhr: Iranische Parlamentspräsident strebe keinen Waffenstillstand an

Der iranische Parlamentspräsident erklärte am Dienstag, der Iran strebe keinen Waffenstillstand im Krieg gegen die Vereinigten Staaten und Israel an und fügte hinzu, der "Aggressor" müsse bestraft werden.

"Wir streben ganz sicher keinen Waffenstillstand an", schrieb Mohammad Bagher Ghalibaf (64), ein ehemaliger hochrangiger Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden und Schlüsselfigur nach der Ermordung des ehemaligen Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei, in einem Beitrag auf X.

10. März, 20.15 Uhr: Irans Verbandschef denkt über möglichen Verzicht der WM nach

Nach den Vorgängen um die Frauen-Nationalmannschaft während des Asien-Cups in Australien hat der Präsident des iranischen Fußball-Verbandes (FFI) erneut einen möglichen Verzicht der Männer-Weltmeisterschaft ins Spiel gebracht.

"Welcher vernünftige Mensch würde seine Nationalmannschaft in die USA schicken, wenn es bei der WM genauso politisch zugehen sollte wie in Australien", sagte Mehdi Tadsch (66) der Nachrichtenagentur Isna.

Nach dem Vorrunden-Aus beim Asien-Cup waren fünf Spielerinnen in Australien geblieben und hatten humanitäre Visa erhalten

10. März, 19.41 Uhr: US-Sondergesandter warnt vor nuklearer Bedrohung

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff (68) hat die Notwendigkeit der US-Angriffe auf den Iran mit Blick auf dessen Atomanlagen betont.

Das "Heimtückische" sei, dass der Iran fast alle nötigen Komponenten zur Urananreicherung selbst herstellen könne, sagte er dem US-Sender CNBC.

Witkoff reagierte damit auf die Frage, wie es zusammenpasse, dass die USA im Sommer die Zerstörung iranischer Atomanlagen verkündeten und nun erneut wegen der nuklearen Bedrohung in den Krieg ziehen.

Witkoff unterstrich die Darstellung des Weißen Hauses, die USA hätten nahezu sämtliche Kapazitäten zur Anreicherung und Umwandlung von Uran zerstört. Allerdings verfüge der Iran über ein riesiges Programm zur Herstellung hochentwickelter Zentrifugen, die für die Urananreicherung entscheidend sind.

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff (68) warnt vor dem Iran.  © Brendan Smialowski / AFP

10. März, 18.56 Uhr: 15 Rettungskräfte von israelischen Militär getötet

Das der Hisbollah nahestehende Islamische Gesundheitskomitee teilte am Dienstag mit, dass seit Beginn des jüngsten Krieges im Libanon am 2. März 15 seiner Retter bei israelischen Angriffen getötet worden seien.

In einer Erklärung gaben die Sanitäter an, ihre Einsatzkräfte seien seit Beginn der Aggression "einer Reihe direkter Angriffe ausgesetzt gewesen, die zum Märtyrertod von 15 Menschen und zur Verwundung von mehr als 30 Sanitätern führten, die ihrer humanitären Pflicht nachkamen, Verwundete zu retten und Zivilisten Hilfe zu leisten".

10. März, 18.46 Uhr: Drei Explosionen erschüttern Teheran

AFP-Journalisten hörten am Dienstagabend drei Explosionen in der iranischen Hauptstadt Teheran.

Die Explosionen ließen die Fenster der Wohnung eines AFP-Journalisten im Norden Teherans erzittern. Über die beabsichtigten Ziele lagen zunächst keine Informationen vor.

Die Angriffe auf Teheran gehen weiter.  © AFP

10. März, 18.34 Uhr: Sinkender Ölpreis lässt Aktienkurse steigen

Hoffnung auf ein rasches Ende des Iran-Kriegs samt einer Entspannung am Ölmarkt haben den Dax am Dienstag phasenweise wieder über die 24.000-Punkte-Marke katapultiert.

Letztlich ging der deutsche Leitindex dann mit einem Plus von 2,39 Prozent auf 23.968,63 Punkte aus dem Tag. 

Weiterhin bewegte sich der Dax, der tags zuvor auf ein Tief seit Mai 2025 abgesackt war, konträr zum Auf und Ab der Ölpreise. Am Montagmorgen war der Preis für die Rohöl-Sorte Brent zeitweise bis auf knapp 120 US-Dollar (ca. 103 Euro) je Fass geklettert.

10. März, 18.08 Uhr: Fast 760.000 Menschen aus dem Libanon vertrieben

Die libanesische Regierung gab bekannt, dass seit Ausbruch des neuen Krieges zwischen Israel und der Hisbollah fast 760.000 Menschen als Binnenvertriebene registriert wurden.

Laut einer aktualisierten Zahl teilte die Katastrophenschutzbehörde der Regierung mit, dass sich insgesamt 759.300 Personen auf einer Website des Sozialministeriums registriert haben.

Darunter seien 122.600 Personen, die in staatlichen Notunterkünften untergebracht sind.

10. März, 17.58 Uhr: Scharfe Kritik aus Teheran an Von der Leyen

Das iranische Außenministerium hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (67) vorgeworfen, auf der "falschen Seite der Geschichte" zu stehen.

Von der Leyen hatte zuvor auf X erklärt: "Die Menschen im Iran verdienen Freiheit, Würde und das Recht, über ihre eigene Zukunft zu entscheiden. Auch wenn wir wissen, dass dies während und nach dem Krieg mit Gefahren und Instabilität verbunden sein wird."

Irans Außenamtssprecher Ismail Baghaei (50) reagierte ebenfalls auf X. Er beschuldigte von der Leyen, "Besatzung, Völkermord und Gräueltaten" gebilligt zu haben und jetzt "Kriegsverbrechen der USA und Israels" im Iran reinzuwaschen.

"Schweigen angesichts von Gesetzlosigkeit und Gräueltaten ist nichts weniger als Mittäterschaft", so der Sprecher.

Irans Außenamtssprecher Ismail Baghaei (50) kritisierte die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (67) auf X.  © Shadati/XinHua/dpa

10. März, 17.41 Uhr: Inflation unter zwei Prozent – aber Sorgen wegen Iran-Kriegs

Im Februar ist die Teuerung in Deutschland wieder unter die Marke von zwei Prozent gesunken.

Doch die Sorge ist groß, dass der Iran-Krieg nicht nur kurzfristig die Öl- und Gaspreise nach oben treibt, sondern auch die Inflation wieder anheizen könnte. Autofahrer spüren das längst an den Tankstellen, wo die Benzin- und Dieselpreise teils über zwei Euro je Liter geklettert sind. 

Den vorläufigen Zahlen der Wiesbadener Behörde zufolge lagen die Verbraucherpreise um 1,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Januar hatte die jährliche Teuerungsrate noch 2,1 Prozent betragen. 

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