Nahost-Konflikt: Scharfe Kritik aus Teheran an Von der Leyen

Iran - Inmitten heftiger israelischer Angriffe auf den Iran hat US-Präsident Donald Trump überraschend ein baldiges Ende des Krieges ins Spiel gebracht.

Der US-Präsident Donald Trump (79).  © Kay Nietfeld/dpa

"Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet. Sie haben keine Marine, keine Kommunikationssysteme, sie haben keine Luftwaffe", zitierte ihn der US-Sender CBS News nach einem Telefoninterview.

Der Krieg verlaufe "weit vor dem Zeitplan." Das Hauptrisiko sei vorbei. Der US-Präsident legte sich aber nicht auf einen konkreten Zeitpunkt fest.

Die iranischen Revolutionsgarden reagierten scharf auf Trumps Äußerungen. "Wir sind diejenigen, die über das Ende des Krieges entscheiden", hieß es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Mitteilung. "Die Bedingungen auf dem Schlachtfeld und das Ende des Krieges liegen in den Händen der Islamischen Republik."

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Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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10. März, 18.34 Uhr: Sinkender Ölpreis lässt Aktienkurse steigen

Hoffnung auf ein rasches Ende des Iran-Kriegs samt einer Entspannung am Ölmarkt haben den Dax am Dienstag phasenweise wieder über die 24.000-Punkte-Marke katapultiert.

Letztlich ging der deutsche Leitindex dann mit einem Plus von 2,39 Prozent auf 23.968,63 Punkte aus dem Tag. 

Weiterhin bewegte sich der Dax, der tags zuvor auf ein Tief seit Mai 2025 abgesackt war, konträr zum Auf und Ab der Ölpreise. Am Montagmorgen war der Preis für die Rohöl-Sorte Brent zeitweise bis auf knapp 120 US-Dollar (ca. 103 Euro) je Fass geklettert.

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10. März, 18.08 Uhr: Fast 760.000 Menschen aus dem Libanon vertrieben

Die libanesische Regierung gab bekannt, dass seit Ausbruch des neuen Krieges zwischen Israel und der Hisbollah fast 760.000 Menschen als Binnenvertriebene registriert wurden.

Laut einer aktualisierten Zahl teilte die Katastrophenschutzbehörde der Regierung mit, dass sich insgesamt 759.300 Personen auf einer Website des Sozialministeriums registriert haben.

Darunter seien 122.600 Personen, die in staatlichen Notunterkünften untergebracht sind.

10. März, 17.58 Uhr: Scharfe Kritik aus Teheran an Von der Leyen

Das iranische Außenministerium hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (67) vorgeworfen, auf der "falschen Seite der Geschichte" zu stehen.

Von der Leyen hatte zuvor auf X erklärt: "Die Menschen im Iran verdienen Freiheit, Würde und das Recht, über ihre eigene Zukunft zu entscheiden. Auch wenn wir wissen, dass dies während und nach dem Krieg mit Gefahren und Instabilität verbunden sein wird."

Irans Außenamtssprecher Ismail Baghaei (50) reagierte ebenfalls auf X. Er beschuldigte von der Leyen, "Besatzung, Völkermord und Gräueltaten" gebilligt zu haben und jetzt "Kriegsverbrechen der USA und Israels" im Iran reinzuwaschen.

"Schweigen angesichts von Gesetzlosigkeit und Gräueltaten ist nichts weniger als Mittäterschaft", so der Sprecher.

Irans Außenamtssprecher Ismail Baghaei (50) kritisierte die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (67) auf X.  © Shadati/XinHua/dpa

10. März, 17.41 Uhr: Inflation unter zwei Prozent – aber Sorgen wegen Iran-Kriegs

Im Februar ist die Teuerung in Deutschland wieder unter die Marke von zwei Prozent gesunken.

Doch die Sorge ist groß, dass der Iran-Krieg nicht nur kurzfristig die Öl- und Gaspreise nach oben treibt, sondern auch die Inflation wieder anheizen könnte. Autofahrer spüren das längst an den Tankstellen, wo die Benzin- und Dieselpreise teils über zwei Euro je Liter geklettert sind. 

Den vorläufigen Zahlen der Wiesbadener Behörde zufolge lagen die Verbraucherpreise um 1,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Januar hatte die jährliche Teuerungsrate noch 2,1 Prozent betragen. 

10. März, 17.18 Uhr: Iran feuert neue Raketensalve auf Israel ab

Der Iran hat eine neue Salve von Raketen auf israelische Städte, darunter Tel Aviv, und auf US-Ziele in der Region abgefeuert, teilten die Revolutionsgarden mit.

Die Kämpfe zwischen den beiden Feinden dauern unvermindert an.

Bei der jüngsten Salve wurden "strategische" Raketen eingesetzt, darunter einige der schlagkräftigsten Raketen aus dem iranischen Arsenal.

10. März, 16.52 Uhr: Iran droht bei "Feindhilfe" mit härtesten Strafen

Die iranische Justiz warnt die Bevölkerung eindringlich davor, mit Israel oder den USA zu kooperieren.

Justizsprecher Asghar Dschahngiri erklärte auf dem offiziellen Justizportal, nach geltendem Recht könnten auf jede Handlung, die als Unterstützung des Feindes eingestuft werden, schwerste Strafen verhängt werden – bis hin zur Todesstrafe oder Beschlagnahme von Eigentum. 

Zudem warnte der Sprecher ausdrücklich Medien davor, sicherheitsrelevante Vorgaben zu missachten und an sensiblen Orten zu filmen.

Laut Kultusministerium dürfen Bilder und Informationen über angegriffene Ziele im Inland nur mit Genehmigung des Generalstabs veröffentlicht werden. 

10. März, 16.44 Uhr: Iran schwört Vergeltung - "Auge um Auge"

Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf (64) warnte am Dienstag, dass jeder Angriff auf die Infrastruktur der Islamischen Republik eine Vergeltungsaktion nach sich ziehen würde.

"Der Feind sollte wissen, dass alles, was er tut, zweifellos eine verhältnismäßige und sofortige Antwort nach sich ziehen wird", schrieb Ghalibaf auf X.

"Wir wenden heute das Prinzip 'Auge um Auge' an, ohne Kompromisse, ohne Ausnahme", sagte er.

Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf (64) teilte auf X eine Warnung.  © AFP

10. März, 16.37 Uhr: Wadephul muss vom Flugzeug in den Bunker

Kurz vor dem Abflug von Außenminister Johann Wadephul (CDU, 63) nach einem überraschenden Kurzbesuch in Israel ist es in dem Land erneut zu Raketenalarm gekommen.

Während das Militär-Transportflugzeug der Bundeswehr vom Typ A400M am internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv stand, gab es eine Vorwarnung vor einem neuen Raketenangriff aus dem Iran.

Auch Einwohner des Großraums Tel Aviv berichteten, sie hätten entsprechende Warnungen erhalten. 

10. März, 16.19 Uhr: Monopolkommission kritisiert Mangel an Wettbewerb bei Sprit

Angesichts der steigenden Spritpreise kritisiert die Monopolkommission die Strukturen im deutschen Kraftstoffgroßhandel.

"Wenige integrierte Konzerne kontrollieren Raffinerien, Großhandel und Tankstellen zugleich. Das dämpft den Wettbewerbsdruck", sagte der Vorsitzende des unabhängigen Beratungsgremiums der Bundesregierung, Tomaso Duso (53).

Er fordert daher strukturelle Reformen: "mehr Transparenz im Großhandel und ein stärkerer Wettbewerb durch unabhängige Anbieter".

Es sei richtig, dass das Bundeskartellamt die Entwicklung beobachte.

10. März, 16.05 Uhr: Iran verhaftet 30 Personen wegen Spionageverdachts

Wie das iranische Ministerium mitteilte, seien 30 Personen wegen Spionageverdachts verhaftet worden.

Darunter fielen auch einige Ausländer.

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