Nahost-Konflikt: Israels Armee zerstört Hisbollah-Tunnel im Libanon

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Israel/Iran - Israels Militär bombardiert eigenen Angaben zufolge trotz formell geltender Waffenruhe erneut Ziele der vom Iran unterstützten Hisbollah im Libanon.

Irans Außenminister Abbas Araghtschi (63) war am Montag in Russland zu Gast.
Irans Außenminister Abbas Araghtschi (63) war am Montag in Russland zu Gast.  © Mark Schiefelbein/AP/dpa

Die israelische Armee teilte am Abend bei Telegram mit, sie habe mehr als 20 Infrastruktur-Anlagen der Miliz im Süden sowie in der Bekaa-Ebene im Nachbarland ins Visier genommen.

Zu den Zielen gehörten Waffenlager und Raketenabschussstellungen der Hisbollah.

Die Bekaa-Ebene erstreckt sich im Osten des Landes. Das israelische Militär hat dort seit Beginn der Feuerpause nicht mehr angegriffen. Nun teilte die israelische Armee weiter mit, im Südlibanon seien militärische Anlagen und Abschussrampen getroffen worden, die von der Hisbollah genutzt würden, um Raketen auf Israel abzufeuern.

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Die Armee werde weiter gegen Bedrohungen für israelische Zivilisten und Soldaten vorgehen - im Einklang mit den Vorgaben der Regierung.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

28. April, 21.47 Uhr: Israels Armee zerstört Hisbollah-Tunnel im Libanon

Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge am Abend zwei Tunnel der Hisbollah im Südlibanon gesprengt. Libanesischen Einwohnern zufolge war die Erschütterung weit über die Gegend hinaus zu spüren.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach von einem "riesigen Terrortunnel der Hisbollah", der gesprengt worden sei. Die Zeitung "Times of Israel" berichtete, es handle sich um eines der längsten unterirdischen Tunnelsysteme, die das israelische Militär bislang im Libanon entdeckt habe.

Israels Armee teilte mit, sie habe in den vergangenen Wochen in der Gegend von Kantara nach Tunneln der vom Iran unterstützten Miliz gesucht - und zwei Tunnel mit einer Gesamtlänge von rund zwei Kilometern entdeckt. Die nun zerstörten Tunnel hätten rund zehn Kilometer von Ortschaften in Israel entfernt gelegen. In ihnen hätten sich Dutzende Wohnquartiere befunden.

Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge am Abend zwei Tunnel der Hisbollah im Südlibanon gesprengt.
Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge am Abend zwei Tunnel der Hisbollah im Südlibanon gesprengt.  © Ilia Yefimovich/dpa

28. April, 20.50 Uhr: Trump attackiert Merz - "Hat keine Ahnung, wovon er spricht!"

US-Präsident Trump und Bundeskanzler Merz pflegen ein gutes Verhältnis zueinander - eigentlich. Doch der Iran-Krieg überschattet das harmonische Miteinander.

Mehr dazu hier: Trump attackiert Merz: "Hat keine Ahnung, wovon er spricht"

28. April, 17.56 Uhr: Steigt die Inflation über drei Prozent?

Der Ölpreisschock mit dem Iran-Krieg hat das Leben in Deutschland sprunghaft verteuert, im April könnte die Inflation noch weiter gestiegen sein.

Volkswirte halten es für möglich, dass die Teuerungsrate erstmals seit Ende 2023 wieder die Marke von drei Prozent überschritten hat. An diesem Mittwoch veröffentlicht das Statistische Bundesamt eine erste Berechnung dazu auf Basis vorläufiger Daten.

Der Krieg im Nahen Osten hat die Energiepreise nach oben getrieben, vor allem Sprit an der Tankstelle und Heizöl wurden erheblich teurer. Das katapultierte die Inflationsrate im März mit 2,7 Prozent auf den höchsten Stand seit Januar 2024. Im Februar dieses Jahres waren es noch 1,9 Prozent.

28. April, 15.08 Uhr: Vereinigte Arabische Emirate treten aus Opec aus

Die Vereinigten Arabischen Emirate treten mit Wirkung zum 1. Mai aus der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) aus.

Hintergrund sei eine gründliche Abwägung auch mit Blick auf die anhaltenden "Störungen im Persischen Golf und der Straße von Hormus", heißt es in einer Erklärung der staatlichen Nachrichtenagentur WAM.

Die Vereinigten Arabischen Emirate treten zum 1. Mai aus der Opec aus.
Die Vereinigten Arabischen Emirate treten zum 1. Mai aus der Opec aus.  © Sina Schuldt/dpa

28. April, 12.32 Uhr: Bahrain entzieht Iran-Unterstützern die Staatsbürgerschaft

Der kleine Golfstaat Bahrain hat Dutzenden Menschen die Staatsbürgerschaft entzogen wegen mutmaßlicher Unterstützung des Irans.

Die 69 Betroffenen hätten die "feindlichen und abscheulichen Taten des Irans verherrlicht" und ihre "Sympathie dafür" ausgedrückt, teilte das bahrainische Innenministerium mit. Es handle sich um Menschen, die nicht aus Bahrain stammten und die mit "ausländischen Einheiten" zusammengearbeitet hätten. Auch deren Angehörigen sei die Staatsbürgerschaft aberkannt worden.

Bahrain beheimatet unter anderem einen wichtigen US-Marinestützpunkt und geriet im Zuge des Iran-Kriegs unter Beschuss. Die Flugabwehr fing dort Hunderte iranische Drohnen und Raketen ab. Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist in Bahrain wie in den weiteren Golfstaaten stark eingeschränkt.

28. April, 10.24 Uhr: Waffenruhe zwischen Israel und Hisbollah bröckelt weiter

Die gegenseitigen Angriffe Israels und der libanesischen Hisbollah-Miliz dauern trotz einer offiziellen Waffenruhe an.

Bei einem israelischen Drohnenangriff nahe der Küstenstadt Tyrus seien zwei Menschen verletzt worden, berichtete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. In dem Gebiet seien Kampfflugzeuge und Drohnen gesichtet worden. Israelische Kampfflugzeuge hätten auch einen weiteren Ort in Nähe des Litani-Flusses im Süden angegriffen. In Bint Dschubail würden Bodentruppen weiterhin mit Maschinengewehren angreifen.

Die israelische Armee teilte mit, in zwei Fällen sei eine Abwehrrakete auf ein "verdächtiges Flugobjekt" abgefeuert worden, das in der Nähe israelischer Truppen im Südlibanon identifiziert worden sei.

Israel fordert die Entwaffnung der Hisbollah, der Libanon verlangt den Abzug der israelischen Armee. Die Gewalt in der Grenzregion hält derweil weiter an. (Archivbild)
Israel fordert die Entwaffnung der Hisbollah, der Libanon verlangt den Abzug der israelischen Armee. Die Gewalt in der Grenzregion hält derweil weiter an. (Archivbild)  © Gil Cohen Magen/dpa

28. April, 6.11 Uhr: Ärzte ohne Grenzen - "Wasser als Waffe" im Gazastreifen

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) wirft Israel vor, Wasser im Gazastreifen als Waffe genutzt zu haben.

Der Zugang zu Wasser sei den Menschen "als Kollektivbestrafung" systematisch vorenthalten worden, heißt es in einem Bericht der Organisation. Das israelische Militär weist solche Vorwürfe zurück.

Die israelischen Behörden hätten fast 90 Prozent der Wasser- und Abwasserinfrastruktur systematisch zerstört oder beschädigt, darunter Entsalzungsanlagen, Bohrlöcher, Pipelines und Kanalisation. Der Bericht bezieht sich auf den Zeitraum seit Beginn des israelischen Krieges gegen die Terrororganisation Hamas im Oktober 2023 bis Ende 2025. Terroristen aus dem Gazastreifen hatten zuvor Israel überfallen, 1200 Menschen getötet und rund 250 Geiseln in den Gazastreifen verschleppt.

Ärzte ohne Grenzen wirft Israel vor, Wasser im Gazastreifen als Mittel der Kollektivbestrafung eingesetzt zu haben. (Archivbild)
Ärzte ohne Grenzen wirft Israel vor, Wasser im Gazastreifen als Mittel der Kollektivbestrafung eingesetzt zu haben. (Archivbild)  © Abdel Kareem Hana/AP/dpa

28. April, 6.08 Uhr: Drohnenangriff der Hisbollah am Morgen

US-Präsident Donald Trump (79) hatte die Feuerpause im Konflikt zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz vor wenigen Tagen verlängert.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) wies die Armee kürzlich dennoch dazu an, Ziele der Hisbollah "intensiv" anzugreifen. Die israelische Armee darf sich laut der aktuellen Waffenruhe-Vereinbarung gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe verteidigen, soll aber "offensive" Einsätze gegen Ziele im Libanon unterlassen.

Auch die Hisbollah setzt ihr Angriffe weiter fort. Israel meldete am Morgen etwa erneut einen Drohnenangriff der Miliz auf den Norden des Landes. Dort wurde Raketenalarm ausgelöst.

28. April, 6.07 Uhr: Bislang mehr als 2500 Tote im Libanon

Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, im Südlibanon habe Israels Armee Orte angegriffen, die als Hochburgen der Hisbollah gelten.

Demnach gab es am Nachmittag auch heftige Angriffe der israelischen Luftwaffe in mehreren Orten im Süden des Landes. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht.

Insgesamt starben bei den jüngsten Auseinandersetzungen seit Anfang März im Libanon mehr als 2500 Menschen, wie das Gesundheitsministerium in Beirut mitteilte. Über 7800 wurden demnach verletzt.

28. April, 6.06 Uhr: Israels Armee meldet neue Angriffe auf Hisbollah im Libanon

Israels Militär bombardiert eigenen Angaben zufolge trotz formell geltender Waffenruhe erneut Ziele der vom Iran unterstützten Hisbollah im Libanon.

Die israelische Armee teilte am Abend auf der Plattform Telegram mit, sie habe mehr als 20 Infrastrukturanlagen der Miliz im Süden sowie in der Bekaa-Ebene im Nachbarland ins Visier genommen. Zu den Zielen gehörten Waffenlager und Raketenabschussstellungen der Hisbollah.

Die Bekaa-Ebene erstreckt sich im Osten des Landes. Das israelische Militär hat dort seit Beginn der Feuerpause nicht mehr angegriffen. Nun teilte die israelische Armee weiter mit, im Südlibanon seien militärische Anlagen und Abschussrampen getroffen worden, die von der Hisbollah genutzt würden, um Raketen auf Israel abzufeuern.

Israel und die libanesische Hisbollah greifen sich trotz der geltenden Waffenruhe weiter gegenseitig an. (Archivbild)
Israel und die libanesische Hisbollah greifen sich trotz der geltenden Waffenruhe weiter gegenseitig an. (Archivbild)  © Gil Cohen Magen/dpa

28. April, 6.05 Uhr: Kiew bestellt Israels Botschafter wegen Getreideschiff ein

Das ukrainische Außenministerium in Kiew hat den israelischen Botschafter Michael Brodsky einbestellt.

Hintergrund ist der Vorwurf, Getreide aus russisch besetzten Gebieten der Ukraine zu beziehen. "Die freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Ukraine und Israel bergen das Potenzial, beiden Ländern zugutekommen, und Russlands illegaler Handel mit gestohlenem ukrainischem Getreide sollte diese nicht untergraben", schrieb Außenminister Andrij Sybiha aufder Plattform X.

Es sei trotz ukrainischer Warnungen bereits ein zweites Schiff mit "gestohlenen Waren" im israelischen Hafen Haifa eingetroffen. "Wir warnen Israel erneut davor, das gestohlene Getreide anzunehmen und damit unseren Beziehungen zu schaden", fügte Sybiha hinzu.

Titelfoto: Ilia Yefimovich/dpa

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