Nahost-Konflikt: Trump droht Iran erneut wegen Vorgehen gegen Proteste

Israel - Angesichts der anhaltenden Proteste im Iran hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) dem iranischen Volk seine Solidarität ausgesprochen. Er sieht einen möglichen Wendepunkt.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) zeigte sich verbunden mit dem iranischen Volk. (Archivfoto)  © Alex Brandon/AP/dpa

"Wir identifizieren uns mit dem Kampf des iranischen Volkes und mit seinen Bestrebungen nach Freiheit, Unabhängigkeit und Gerechtigkeit", sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros zu Beginn der wöchentlichen Kabinettssitzung in Jerusalem.

"Es ist gut möglich, dass wir uns an einem Moment befinden, in dem das iranische Volk sein Schicksal selbst in die Hand nimmt." Netanjahu sprach zudem von seinem "historischen Besuch" in den USA und einem "sehr wichtigen Gipfeltreffen" mit US-Präsident Donald Trump.

"Wir haben unsere gemeinsame Position bekräftigt: null Urananreicherung einerseits und selbstverständlich die Notwendigkeit, die 400 Kilogramm angereicherten Materials aus dem Iran zu entfernen und die Anlagen unter strenger und echter Aufsicht zu kontrollieren", sagte der israelische Regierungschef.

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Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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5. Januar, 7.04 Uhr: Trump droht Iran erneut wegen Vorgehen gegen Proteste

Angesichts von Berichten über Todesopfer bei den jüngsten regierungskritischen Protesten im Iran hat US‑Präsident Donald Trump (79) der Führung in Teheran erneut mit einem Eingreifen gedroht.

Die USA beobachteten die Proteste sehr genau, sagte Trump während eines Flugs nach Washington vor Journalisten. "Wenn sie damit anfangen, Leute zu töten, wie sie es in der Vergangenheit auch getan haben, dann werden sie, denke ich, von den Vereinigten Staaten sehr hart getroffen werden", sagte Trump.

"Wir beobachten das sehr genau." Unklar blieb, welche Schritte die USA möglicherweise erwägen.

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US‑Präsident Donald Trump (79) hat gegen den Iran eine erneute Drohung ausgesprochen.  © Alex Brandon/AP/dpa

4. Januar, 15.55 Uhr: Iranische Bedrohung aus Sicht Israels

Bei einem Treffen zwischen Donald Trump (79) und Benjamin Netanjahu (76) am Montag sprachen beide über das Thema Iran. Aus der Sicht des jüdischen Staates bedroht die islamistische Führung in Teheran mit ihren möglichen Plänen, atomare Waffen herzustellen, die Existenz Israels.

Im vergangenen Juni hatte Israel zwölf Tage lang Krieg gegen den Iran geführt und mit den USA zentrale Atomanlagen bombardiert. Das iranische Atomprogramm soll infolgedessen nach israelischer Darstellung um Jahre zurückgeworfen worden sein.

Dennoch wird über einen möglichen neuen Krieg in diesem Jahr spekuliert. Israel wirft Teheran unter anderem vor, intensiv am Wiederaufbau seines Raketenprogramms zu arbeiten.

Donald Trump (79) und Benjamin Netanjahu (76) sprachen über den Iran. (Archivfoto)  © Alex Brandon/AP/dpa

4. Januar, 7.56 Uhr: Britische und französische Luftwaffe greifen IS in Syrien an

Das britische Militär hat unterstützt von der französischen Luftwaffe eine Anlage der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien angegriffen.

Die britische Regierung teilte in der Nacht zu Sonntag mit, auf eine unterirdische Anlage der Terroristen nördlich der antiken Stätte von Palmyra sei ein gemeinsamer Angriff ausgeführt worden. Es seien Lenkbomben eingesetzt worden, um Zugangstunnel zu der Anlage, in der der IS "höchstwahrscheinlich" Waffen und Sprengstoff lagere, zu zerstören. Erste Auswertungen deuteten auf einen Erfolg der Operation hin.

Ein Typhoon-Flugzeug der Royal Air Force auf dem Weg nach Syrien.  © Sgt Lee Goddard/Ministry of Defence/PA/dpa

3. Januar, 15.55 Uhr: Israelischer Politiker denkt bei Venezuela-Angriff an Iran

Der israelische Oppositionsführer Jair Lapid (62) setzt den US-Angriff auf Venezuela und die Festnahme des autoritären Präsidenten Nicolás Maduro (63) in einen Zusammenhang mit dem Iran.

"Das Regime im Iran sollte genau beobachten, was in Venezuela geschieht", schrieb der Chef der Mitte-Rechts-Partei Jesch Atid (Zukunftspartei) auf X. Der Iran ist Israels Erzfeind. Aus der Sicht des jüdischen Staates bedroht die islamistische Führung in Teheran mit ihren möglichen Plänen, atomare Waffen herzustellen, die Existenz Israels.

Im Juni letzten Jahres hatte Israel zwölf Tage lang Krieg gegen den Iran geführt und mit den USA zentrale Atomanlagen bombardiert. Das Atomprogramm des Mullah-Staates soll infolgedessen nach israelischer Darstellung um Jahre zurückgeworfen worden sein.

Der israelische Oppositionsführer Jair Lapid (62) sieht eine klare Verbindung.  © Evelyn Hockstein/Pool Reuters/AP/dpa

3. Januar, 11.42 Uhr: "Bereit zum Abschuss" - Trump droht Irans Regierung

US-Präsident Donald Trump (79) hat eine Drohung an Irans Regierung gerichtet.

Der Republikaner sagte am Freitag, dass die Vereinigten Staaten "bereit zum Abschuss" seien, um zu reagieren, falls der Iran Demonstranten töten sollte, woraufhin Teheran warnte, dass eine Intervention die Region destabilisieren würde.

Am Donnerstag kam es in mehreren iranischen Städten zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften, bei denen sechs Menschen getötet wurden - die ersten Todesfälle seit der Eskalation der Unruhen. Ladenbesitzer in der Hauptstadt Teheran traten am Sonntag wegen hoher Preise und wirtschaftlicher Stagnation in den Streik, was sich seitdem zu einer Protestbewegung ausgeweitet hat, die auch andere Teile des Landes erfasst hat.

US-Präsident Donald Trump (79) schickt mahnende Worte an Irans Regierung.  © -/Ukrainian Presidency/dpa

2. Januar, 22.15 Uhr: Angelina Jolie besucht Grenzübergang nach Gaza

Die US-Schauspielerin Angelina Jolie hat die ägyptische Seite des Grenzübergangs Rafah zum Gazastreifen besucht. Beim Ägyptischen Roten Halbmond verschaffte sie sich einen Überblick zu laufenden Hilfsmaßnahmen für den abgeriegelten Küstenstreifen, wie es aus Kreisen der Hilfsorganisation hieß.

Jolie sei vom zuständigen Gouverneur empfangen worden. Er habe sie bei ihrer Tour begleitet. Arabische Medien berichteten, dass auch ein Vertreter des US-Außenministeriums anwesend war.

Den Informationen zufolge hat sie in einer symbolischen Geste dabei geholfen, Hilfsgüter für Gaza zusammenzupacken. Jolie bedankte sich demnach für die Bemühungen Ägyptens. Sie habe zudem die entscheidende Rolle der Freiwilligen und Mitarbeiter bei der effizienten Organisation und Verteilung der Hilfsgüter trotz der zahlreichen Herausforderungen gelobt.

US-Schauspielerin Angelina Jolie (50) verschafft sich am Rande des Gazastreifens einen Überblick. (Symbolbild)  © Jehad Alshrafi/AP/dpa, Sebastian Kahnert/dpa

2. Januar, 13.04 Uhr: Israel greift mehrere Ziele im Süden des Libanons an

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben mehrere Ziele im Libanon angegriffen.

Die Armee habe in mehreren Gebieten im Süden des Nachbarlandes auf Einrichtungen der Hisbollah gezielt, teilte das Militär mit. Dabei sei auch ein Gelände getroffen worden, das eine Eliteeinheit der vom Iran unterstützten Miliz zum Training nutze. Ein weiteres Ziel sei ein Gebäude gewesen, das der Hisbollah als Waffenlager gedient habe.

Lokale Medien meldeten Dutzende Angriffe, Berichte über Opfer gab es zunächst nicht. Augenzeugen berichteten, über der Hauptstadt Beirut Kampfflugzeuge gesehen zu haben. Nach Angaben der libanesischen Nachrichtenagentur NNA wurden Kampfflugzeuge auch im Osten des Landes gesichtet.

1. Januar, 16.10 Uhr: Israel entzieht Dutzenden Hilfsorganisationen die Lizenz

Ungeachtet von Protesten hat Israel Dutzenden internationalen Hilfsorganisationen die Lizenzen entzogen.

Die israelischen Behörden haben für die Arbeit ab 1. Januar 2026 eine Registrierung gefordert, die viele Organisationen als gesetzeswidrig ablehnen. Sie müssen ihre Aktivitäten nach Angaben des Außenministeriums bis März endgültig einstellen, dies betrifft auch Tätigkeiten im vom Krieg zwischen Israel und der Hamas weitgehend zerstörten Gazastreifen. Betroffen sind 37 Organisationen, unter anderem Ärzte ohne Grenzen und Oxfam.

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk (61), hatte Israels Vorgehen als "empörend" bezeichnet. Das israelische Außenministerium hatte erklärt, die Registrierung diene dazu, "die Beteiligung terroristischer Elemente zu verhindern und die Integrität der humanitären Arbeit zu schützen".

Dutzenden Hilfsorganisationen ist von Israel die Lizenz entzogen worden.  © Abed Rahim Khatib/dpa

31. Dezember, 17.48 Uhr: UN-Hochkommissar findet Israels Verhalten "empörend"

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk (60), protestiert gegen ein drohendes Verbot von Einsätzen zahlreicher internationaler Hilfsorganisationen im Gazastreifen.

Die israelischen Behörden haben für die Arbeit ab 1. Januar 2026 eine Registrierung gefordert, die viele Organisationen als gesetzeswidrig ablehnen. Sie müssen ihre Aktivitäten nach Angaben des Außenministeriums bis März endgültig einstellen. Betroffen ist unter anderem "Ärzte ohne Grenzen".

Türk bezeichnete das Vorgehen der israelischen Regierung als "empörend". "Dies ist der jüngste Fall einer Reihe von unrechtmäßigen Beschränkungen des humanitären Zugangs", teilte er in Genf mit. Er forderte Länder auf, alles zu tun, um die Regierung in Israel umzustimmen. Zehn Außenministerinnen und Außenminister aus Europa sowie Kanada und Japan haben bereits an die israelische Regierung geschrieben.

Im Gaza-Streifen schwelt der Konflikt weiter, doch zahlreiche Hilfsorganisationen sollen bis März ihre Aktivitäten einstellen.  © Abdel Kareem Hana/AP/dpa

31. Dezember, 13.31 Uhr: Netanjahu spielt Siedlergewalt im Westjordanland herunter

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die wachsende Siedlergewalt gegen Palästinenser im Westjordanland heruntergespielt.

In einem Interview mit dem US-Sender Fox News sagte er, für solche Vorfälle in dem besetzten Gebiet seien nur eine "Handvoll Kids" verantwortlich. Es handele sich um rund 70 Teenager aus zerstörten Familien, die gar nicht aus dem Westjordanland selbst stammten, sagte er.

"Sie machen Dinge wie das Fällen von Olivenbäumen und versuchen manchmal, ein Haus anzuzünden", sagte Netanjahu weiter. "Das kann ich nicht akzeptieren. Das ist Selbstjustiz." Der Regierungschef sprach jedoch von einer falschen Gleichsetzung solcher Angriffe mit Terrorangriffen auf israelische Siedler und ihre Familien im Westjordanland, deren Anzahl er mit mehr als 1.000 bezifferte.

Israelische Siedler werfen Steine auf palästinensische Dorfbewohner. (Archivbild)  © Ilia Yefimovich/dpa

31. Dezember, 10.15 Uhr: USA und Israel setzen Hamas Frist für Waffenabgabe

Die USA und Israel sollen eine zweimonatige Frist für die Entwaffnung der islamistischen Terrororganisation Hamas vereinbart haben.

Darauf hätten sich US-Präsident Donald Trump (79) und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) bei ihrem Treffen in Florida geeinigt, bestätigte eine mit dem Thema vertraute Quelle. Zuvor hatte die Zeitung "Israel Hajom" darüber berichtet.

Fachteams beider Länder arbeiten nach Angaben des Blattes daran, "klare, einvernehmlich festgelegte Kriterien zu erarbeiten, die definieren, was als praktische Entwaffnung der Hamas gelten würde". Nach Medienberichten könnte die Hamas möglicherweise dazu bereit sein, schwere Waffen wie Raketen abzugeben, aber leichte Waffen zu behalten.

Die islamistische Hamas soll entwaffnet werden. (Archivbild)  © Abed Rahim Khatib/dpa

31. Dezember, 6.04 Uhr: Netanjahu sieht viele Gemeinsamkeiten mit Trump bei Westjordanland

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) sieht sich mit US-Präsident Donald Trump (79) mit Blick auf die Friedensbemühungen in der Region auf einer Linie.

Beide Seiten seien sich über den Wunsch nach Frieden in der Region einig, sagte Netanjahu dem US-Sender Fox News auf die Frage nach möglichen Meinungsverschiedenheiten mit Trump bezüglich des von Israel besetzten Westjordanlands. "Es ist eine Partnerschaft von Gleichgesinnten und Führungskräften."

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