Nahost-Konflikt: Trump mit Vorschlägen des Irans nicht zufrieden

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Israel/Iran - Vor dem Hintergrund des Streits um das Vorgehen der USA im Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump nach Deutschland auch Spanien und Italien mit einem Abzug von US-Truppen gedroht.

Donald Trump (79) hatte die Nato-Verbündeten Spanien und Italien zuletzt scharf kritisiert.
Donald Trump (79) hatte die Nato-Verbündeten Spanien und Italien zuletzt scharf kritisiert.  © Alex Brandon/AP/dpa

"Das werde ich wahrscheinlich tun, warum sollte ich es auch nicht tun?", sagte Trump am Donnerstag im Oval Office auf eine Journalistenfrage nach einem möglichen Truppenabzug aus den beiden Ländern.

"Italien war uns überhaupt keine Hilfe, und Spanien war schrecklich, absolut schrecklich", fügte er hinzu.

Zum 31. Dezember 2025 waren 12.662 US-Soldaten im aktiven Dienst in Italien stationiert und 3814 in Spanien. In Deutschland waren es 36.436.

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Trump hatte die Nato-Verbündeten der USA zuletzt scharf für ihre ausbleibende Unterstützung im Iran-Krieg und bei den Bemühungen um eine Öffnung der Straße von Hormus kritisiert.

Der italienischen Regierungschefin Giorgia Meloni warf er Anfang April in einem Interview mit der italienischen Tageszeitung "Corriere della Sera" vor, beim Thema Iran nicht genügend "Mut" zu haben.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

1. Mai, 19.13 Uhr: Trump mit Vorschlägen des Irans nicht zufrieden

In den Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs ist US-Präsident Donald Trump mit den bisherigen Vorschlägen aus Teheran nicht zufrieden.

Angesprochen auf einen neuen iranischen Vorschlag sagte Trump vor Journalisten, der Iran wolle einen Deal machen, aber "ich bin nicht zufrieden damit".

In den vergangenen Wochen waren die Gespräche zwischen Washington und Teheran ins Stocken geraten. Es gilt weiterhin eine Waffenruhe, die Trump einseitig und ohne zeitliche Begrenzung verlängert hatte.

US-Präsident Donald Trump erklärte gegenüber Journalisten, mit den neuen Vorschlägen des Irans zur Beendigung des Krieges nicht zufrieden zu sein.
US-Präsident Donald Trump erklärte gegenüber Journalisten, mit den neuen Vorschlägen des Irans zur Beendigung des Krieges nicht zufrieden zu sein.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

1. Mai, 15.45 Uhr: Neue Vorschläge zur Beendigung des Kriegs

Nach stockenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran hat Teheran nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna einen neuen Vorschlag an die Vermittler in Pakistan übergeben. Die Agentur bezog sich dabei auf eigene Berichte.

Irans staatlicher Fernsehsender Irib vermeldete, Außenminister Abbas Araghtschi habe in mehreren Telefonaten seine Amtskollegen in der Region über "neue Initiativen im Zusammenhang mit der Beendigung des Krieges" informiert.

Unter den verständigten Amtskollegen seien Minister der Türkei, Ägyptens, Katars, Saudi-Arabiens, des Iraks und Aserbaidschans. Zuvor hatte Araghtschi nach iranischen Angaben am Morgen auch mit der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas telefoniert. Eine Bestätigung aus Pakistan zur Übergabe des neuen Vorschlags lag zunächst nicht vor. Auch über Inhalte der neuen Initiative wurde nichts bekannt.

Irans Außenminister Abbas Araghtschi legte dem Vermittler Pakistan neue Vorschläge zur Beendigung des Kriegs vor.
Irans Außenminister Abbas Araghtschi legte dem Vermittler Pakistan neue Vorschläge zur Beendigung des Kriegs vor.  © -/Pakistan Ministry of Foreign Affairs/dpa

1. Mai, 15.43 Uhr: Wieder Gewalt im israelisch-libanesischen Grenzgebiet

Trotz Waffenruhe im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah dauert die Gewalt an.

Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete seit dem Morgen mehrere Angriffe Israels auf Orte im Südlibanon. Zu möglichen Opfern wurde zunächst nichts bekannt.

Israels Armee meldete unterdessen Beschuss der Hisbollah aus dem Libanon. Eine mit Sprengstoff beladene Drohne sei in Nordisrael in der Nähe der Grenze zum Nachbarland gestürzt. Lokalen Medienberichten zufolge wurden dabei am Nachmittag zwei Menschen leicht verletzt. Ihr Fahrzeug sei getroffen worden.

Israels Militär sagte außerdem, dass eine Drohne aus dem Libanon am Vormittag in Israel abgefangen worden sei. Im Norden des Landes wurde wegen des Angriffs Luftalarm ausgelöst. Zudem seien weitere "verdächtige Flugobjekte" abgefangen worden, ehe sie nach Israel gedrungen seien, hieß es in einer Mitteilung der israelischen Armee weiter.

Die Hisbollah habe zudem erneut im Südlibanon stationierte israelische Soldaten unter anderem mit Drohnen angegriffen. Die vom Iran unterstützte Schiitenorganisation reklamierte mehrere Angriffe für sich.

1. Mai, 15.39 Uhr: Kongress muss Iran-Offensive laut Weißem Haus nicht zustimmen

Kurz vor Auslaufen einer wichtigen Frist für die Legitimierung des US-Militäreinsatzes gegen den Iran legt das Weiße Haus Kreisen zufolge die Offensive neu aus.

"Im Sinne der War Powers Resolution sind die am Samstag, dem 28. Februar, begonnenen Kampfhandlungen beendet", teilte ein hochrangiger Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur mit. Damit wäre das Weiße Haus nach eigener Darstellung nicht an eine gesetzliche 60-Tage-Frist gebunden, in der die USA ohne Zustimmung des Kongresses Krieg führen darf – und Präsident Donald Trump müsste sich danach nicht die Einwilligung des Parlaments einholen.

Aus dem Weißen Haus verlautete weiter, dass Washington und Teheran sich am 7. April auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt haben und diese verlängert worden sei. "Seit Dienstag, dem 7. April, gab es keinen Schusswechsel mehr zwischen den US-Streitkräften und dem Iran", hieß es weiter.

Die neue Darstellung der US-Regierung kommt kurz vor dem Verstreichen der Frist, in der Trump ohne Zustimmung des US-Parlaments Krieg führen darf. Denn mit Ablauf eines 60-Tage-Zeitfensters bedarf es der förmlichen Zustimmung des Kongresses.

Kurz vor Auslaufen der Frist zur Legitimierung des US-Militäreinsatzes gegen den Iran legt das Weiße Haus die Offensive neu aus.
Kurz vor Auslaufen der Frist zur Legitimierung des US-Militäreinsatzes gegen den Iran legt das Weiße Haus die Offensive neu aus.  © Rahmat Gul/FR172204 AP/dpa

1. Mai, 15.37 Uhr: Iran-Krieg löst weltweiten Domino-Effekt bei humanitärer Hilfe aus

Der Iran-Krieg bringt nach Angaben einer UN-Sprecherin zunehmend humanitäre Hilfseinsätze in anderen Regionen unter Druck.

Die unsichere Lage rund um die Meerenge von Hormus habe Treibstoff- und Frachtkosten erhöht und führe zu Transportverzögerungen, erklärte Carlotta Wolf vom UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR.

"Jeder zusätzliche Dollar an Transportkosten bedeutet, dass wir einen Dollar weniger für Geflüchtete haben, oder dass wir weniger Menschen helfen können", sagte Wolf.

Kriegsbedingt seien die Frachtraten für Hilfsgüter aus den wichtigsten asiatischen Herkunftsländern um fast 18 Prozent gestiegen. Lieferungen aus dem UNHCR-Versorgungslager in Dubai in das Bürgerkriegsland Sudan seien nun sogar doppelt so teuer.

1. Mai, 15.34 Uhr: Gaza-Hilfsflotte legt ungeplant auf Kreta an

Rund 30 Boote der sogenannten "Global Sumud Flotilla" mit Gaza-Hilfsgütern sind im Hafen von Ierapetra im Südosten Kretas eingetroffen.

Zuvor hatten die Organisatoren auf Anfrage der dpa mitgeteilt, die Flottille habe sichere Gewässer erreicht und formiere sich derzeit neu. Sie sei vollständig bereit, ihre Reise fortzusetzen, "um die illegale Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen", hieß es.

Auch Daten eines Online-Trackers der Initiatoren der Flottille sowie des Schiffsverfolgungssystems Marine Traffic zeigen, dass Teile des Bootsverbands in die Bucht von Ierapetra eingelaufen sind. Wie lange die Aktivistenflotte in Ierapetra bleiben wird, war zunächst unklar.

Israels Außenministerium sagte unterdessen, dass zwei der Aktivisten zu Befragungen nach Israel gebracht würden. Ein Mann werde verdächtigt, Verbindungen zu einer Terrororganisation zu haben. Einem weiterem warf das Außenministerium "illegale Aktivitäten" vor.

Details zu den Anschuldigungen wurden in beiden Fällen zunächst nicht genannt. Auch wie genau beide nach Israel gebracht werden sollen, blieb vorerst offen.

Eine Segelboot-Flottille bereitet sich darauf vor, nach Gaza in See zu stechen.
Eine Segelboot-Flottille bereitet sich darauf vor, nach Gaza in See zu stechen.  © Sebastiano Diamante/LaPresse via ZUMA Press/dpa

1. Mai, 7.15 Uhr: Luftabwehr in Teilen Teherans zu hören

In Teheran ist iranischen Medien zufolge am Donnerstagabend die Luftabwehr aktiviert worden. In einigen Teilen der iranischen Hauptstadt seien "Geräusche von aktivierten Luftabwehrsystemen" zu hören gewesen.

Es sei aber "noch unklar, ob diese Geräusche mit einem Verteidigungstest zusammenhängen oder der Abwehr möglicher 'Aufklärungsdrohnen' am Himmel über Teheran dienen", berichteten die Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars.

Später hieß es, die Geräusche der Luftabwehr seien verklungen, und zwar "nach etwa 20 Minuten", in denen sie aktiv war und kleine Flugzeuge abgewehrt hatte. Die Lage in Teheran sei nun "normal".

In Teheran ist iranischen Medien zufolge am Donnerstagabend die Luftabwehr aktiviert worden.
In Teheran ist iranischen Medien zufolge am Donnerstagabend die Luftabwehr aktiviert worden.  © Vahid Salemi/AP/dpa

30. April, 21.04 Uhr: Israel geht laut Verteidigungsminister womöglich "bald" wieder gegen den Iran vor

Israel wird nach den Worten von Verteidigungsminister Israel Katz (70) womöglich in Kürze wieder gegen den Iran vorgehen, damit die Islamische Republik "nicht erneut eine Gefahr für Israel" werde.

US-Präsident Donald Trump (79) führe in Abstimmung mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu (76) "die Bemühungen zum Erreichen der Kampfziele" an, sagte Katz am Donnerstag laut seinem Büro bei einer Militärzeremonie. Die israelische Regierung unterstütze diese Bemühungen, "aber es ist möglich, dass wir bald wieder handeln müssen, um sicherzustellen, dass diese Ziele erreicht werden", sagte Katz.

Verteidigungsminister Israel Katz (70) droht dem Iran erneut.
Verteidigungsminister Israel Katz (70) droht dem Iran erneut.  © Thanassis Stavrakis/AP/dpa

30. April, 20.04 Uhr: Infantino versichert, dass Iran an WM in USA teilnehmen wird

FIFA-Präsident Gianni Infantino (56) hat gleich zu Beginn seiner Rede beim Kongress des Fußball-Weltverbandes versichert, dass der Iran an der WM in diesem Sommer teilnehmen wird.

"Wir müssen vereinen, wir müssen die Menschen zusammenbringen. Fußball vereint die Welt", sagte der Schweizer in Vancouver. Er habe keinen Zweifel. "Der Iran wird an der WM 2026 teilnehmen. Und natürlich wird der Iran in den USA spielen", sagte Infantino.

FIFA-Präsident Gianni Infantino (56) spricht während des 76. FIFA-Kongresses.
FIFA-Präsident Gianni Infantino (56) spricht während des 76. FIFA-Kongresses.  © Darryl Dyck/The Canadian Press/AP/dpa

30. April, 19.59 Uhr: 60-Tage-Frist für Krieg gilt laut Hegseth nicht bei Waffenruhe

Die US-Regierung darf nach Ansicht von Verteidigungsminister Pete Hegseth (45) den Krieg gegen den Iran noch Wochen ohne Zustimmung des Kongresses fortsetzen. "Wir befinden uns derzeit in einer Waffenruhe, was nach unserem Verständnis bedeutet, dass die 60-Tage-Frist (...) pausiert oder stoppt", sagte er vor einem Ausschuss des Senats.

Der demokratische Senator Tim Kaine hatte Hegseth damit konfrontiert, dass in den kommenden Tagen eine Frist abläuft, in der ein Präsident ohne Einwilligung des Parlaments Krieg führen darf. Auf die Frage, ob Donald Trump um eine Verlängerung von 30 Tagen bitten werde, ging Hegseth nicht ein.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (45) hat seine ganz eigenen rechtlichen Ansichten in Bezug auf den Krieg.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (45) hat seine ganz eigenen rechtlichen Ansichten in Bezug auf den Krieg.  © Kevin Wolf/FR33460 AP/AP/dpa

30. April, 19.19 Uhr: Griechenland bestätigt Zwischenfall mit Gaza-Hilfsflotte

Nach dem umstrittenen Einsatz der israelischen Marine gegen eine Gaza-Hilfsflotte und Dutzende Aktivisten treiben nach Angaben der griechischen Küstenwache mehrere Boote in den Gewässern vor Kreta.

Die Bergung der 17 herrenlosen Boote werde in Kürze eingeleitet, hieß es aus Regierungskreisen in Athen.

Titelfoto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

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