Nahost-Konflikt: Ehefrau von Ali Chamenei offenbar gestorben

Nahost - Der Konflikt im Nahen Osten hat inzwischen auch Europa erreicht. Mehrere Drohnen aus dem Iran wurden über dem EU-Staat Zypern abgefangen.

In Tehran sind nach israelischen Angaben bereits über 600 Bomben eingeschlagen.  © Mohsen Ganji/AP/dpa

Während die israelische Armee ihre Angriffe auf Hisbollah-Ziele im Libanon ausgeweitet hat, feuert der Iran inzwischen bis nach Europa.

Ein britischer Militärstützpunkt auf Zypern wurde am Montag von iranischen Drohnen ins Visier genommen. Diese konnten jedoch abgefangen werden.

Als Reaktion auf die Angriffe musste der Flughafen der Stadt Paphos evakuiert werden. Die griechische Marine entsendete zudem Kriegsschiffe nach Zypern.

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Auch im Iran schlagen weiterhin Raketen ein, ebenso in Israel. Zunehmend scheint die iranische Armee auch die Energieinfrastruktur im Nahen Osten unter Beschuss zu nehmen. In Katar wurde infolge iranischer Drohnenangriffe bereits die Produktion von Flüssigerdgas (LNG) gestoppt.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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2. März, 16.04 Uhr: Tausende Libanesen auf der Flucht

Nach israelischen Luftangriffen im Libanon sind tausende Menschen aus den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut geflohen.

Autos, beladen mit Matratzen, Kindern und Habseligkeiten, verließen in langen Kolonnen die betroffenen Viertel, wie eine dpa-Reporterin beobachtete. Auch am Nachmittag griff das israelische Militär erneut in denen als Dahija bekannten Vororten Beiruts an. Anwohner berichteten von mindestens vier Angriffen. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete von einem weiteren Angriff in der Küstenstadt Tyrus.

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Aus Kriegsangst fliehen tausende Menschen aus dem Libanon.  © Hassan Ammar/AP/dpa

2. März, 15.56 Uhr: Bisher 18 verwundete US-Soldaten

Nach Angaben eines Sprechers des US-Zentralkommandos (CENTCOM) seien im Zuge der Militäroperation gegen den Iran bereits 18 US-Soldaten verwundet worden, wie CNN berichtete.

Zuvor vermeldete CENTCOM bereits den Tod von vier US-Soldaten. Nach CNN-Informationen seien alle vier infolge eines iranischen Angriffs in Kuwait gestorben.

2. März, 15.34 Uhr: Ehefrau von Ali Chamenei offenbar gestorben

Die Frau des getöteten iranischen Regime-Anführers Ali Chamenei, Mansoureh Khojasteh Bagherzadeh, ist offenbar gestorben.

Das berichtete die israelische Zeitung "The Jerusalem Post" unter Berufung auf lokale iranische Medien. Bagherzadeh sei infolge der Angriffe verwundet worden habe seither im Koma gelegen, hieß es weiter. Nun sei sie ihren Verletzungen erlegen.

Auch die Frau von Ajatollah Ali Chamenei wurde offenbar getötet. (Archivbild)  © Vahid Salemi/AP/dpa

2. März, 15.28 Uhr: Deutschland will Kranke und Kinder aus Nahost zurückholen

Die Bundesregierung bereitet die Rückholung von Kindern, Kranken und Schwangeren unter den im Nahen Osten gestrandeten Deutschen vor.

Dazu würden Maschinen von Fluglinien nach Riad und Maskat geschickt, sagte Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) in Berlin. Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums hatte zuvor betont, dass ein Rückholen gestrandeter deutscher Urlauber durch die Bundeswehr "das letzte Mittel der Wahl" sei.

Außenminister Johann Wadephul (63, CDU).  © Axel Schmidt/Reuters-Pool/dpa

2. März, 15.24 Uhr: Über 600 Bomben auf Teheran geworfen

Die israelischen Streitkräfte (IDF) haben nach eigenen Angaben im Zuge von fünf Überflügen bereits über 600 Bomben auf die iranische Hauptstadt Teheran geworfen.

Dazu veröffentlichten die IDF ein Video aus einem Kampfjet-Cockpit.

Teheran steht unter Beschuss.  © Vahid Salemi/AP/dpa

2. März, 15.15 Uhr: Einsatz im Iran wird laut US-Kriegsminister kein "endloser Krieg"

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (45) hat das Ziel eines zeitlich begrenzten Krieges im Nahen Osten bekräftigt.

"Dies ist nicht der Irak. Dies ist kein endloser Krieg", sagte er in Washington. Die USA haben Hegseth zufolge ihre Lehren aus der Vergangenheit gezogen und gehen mit einem klaren Fokus in den Krieg: "Die Raketenbedrohung zerstören, die Marine zerstören, keine Atomwaffen."

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (45).  © Mark Schiefelbein/AP/dpa

2. März, 15.08 Uhr: USA sprechen von "bösartigen Raketenangriffen"

Das US-Zentralkommando (CENTCOM) wirft dem Iran "bösartige Raketenangriffe" vor.

"Der Iran setzt seine bösartigen Raketenangriffe fort und nimmt dabei wahllos militärische und zivile Ziele in der gesamten Region ins Visier. Die US-Streitkräfte sind weiterhin bestrebt, diese Bedrohung zu beseitigen. Wie der Präsident bereits sagte, ist unsere Entschlossenheit stärker denn je", schrieb CENTCOM.

2. März, 15.04 Uhr: Erdgas-Produktion in Katar nach Drohnenangriffen gestoppt

Als Reaktion auf mehrere Drohnenangriffe auf Energieanlagen in Katar hat der staatliche Konzern "Qatar Energy" nach eigenen Angaben die Produktion von Flüssigerdgas (LNG) eingestellt.

Zuvor hätten iranische Drohnen in zwei Industriegebieten Schaden angerichtet.

2. März, 14.57 Uhr: Israel greift Ziele im gesamten Libanon ab

Nach mehreren Angriffen auf Hauptquartiere des Terrormiliz "Hisbollah" haben die israelischen Streitkräfte (IDF) ihre Angriffe nach eigenen Angaben ausgeweitet.

Vor wenigen Minuten sei damit begonnen worden, Ziele im gesamten Land anzugreifen, teilten die IDF mit.

2. März, 14.54 Uhr: US-Bürger sollen Libanon verlassen

US-Bürger im Libanon wurden angewiesen, das Land umgehend zu verlassen.

"Verlassen Sie den Libanon jetzt, solange kommerzielle Flüge noch verfügbar sind", teilte die US-Botschaft mit. Zuvor hatte Israel mehrere Stellungen der Hisbollah im Libanon angegriffen.

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