Nahost-Konflikt: Wadephul fordert vom Iran vollständigen Verzicht auf Atomwaffen

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Israel/Iran - US-Präsident Donald Trump (79) hat angekündigt, einen vom Iran übermittelten Plan für ein Ende des Kriegs prüfen zu wollen.

Irans Außenminister Abbas Araghtschi (63) ist nach eigenen Angaben offen für eine Fortsetzung des diplomatischen Prozesses - allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen.
Irans Außenminister Abbas Araghtschi (63) ist nach eigenen Angaben offen für eine Fortsetzung des diplomatischen Prozesses - allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen.  © Tatyana Makeyeva/Pool AFP/dpa

Allerdings könne er sich derzeit nicht vorstellen, dass dieser Plan letztlich akzeptabel sein werde, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Der Iran habe "noch keinen ausreichend hohen Preis für das gezahlt (...), was er der Menschheit und der Welt in den letzten 47 Jahren angetan hat", begründete er seine Prognose entsprechend.

Zugleich warnte Trump, es bestehe weiter die Möglichkeit, den Iran wieder anzugreifen, sollte sich die iranische Führung falsch verhalten.

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Israel Krieg Vorwurf Landesverrat! Eigentum von Ex-Leverkusen-Profi beschlagnahmt

Am Freitag war bekannt geworden, dass der Iran nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna einen neuen Vorschlag an die Vermittler in Pakistan übergeben hatte. Trump zeigte sich damit jedoch unzufrieden. Über die Inhalte der neuen Initiative wurde zunächst nichts offiziell bekannt.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

3. Mai, 15.38 Uhr: Wadephul fordert vom Iran vollständigen Verzicht auf Atomwaffen

Außenminister Johann Wadephul hat mit seinem iranischen Amtskollegen telefoniert und erneut eine Vermittlungslösung angemahnt.

Er unterstrich in einem Post auf der Plattform X anschließend die gemeinsame Haltung Deutschlands und der USA: "Als enger US-Verbündeter teilen wir das gleiche Ziel: Iran muss vollständig und nachprüfbar auf Kernwaffen verzichten und die Straße von Hormus sofort freigeben."

Irans Außenminister Abbas Araghtschi ließ zu dem Telefonat mit dem CDU-Politiker lediglich mitteilen, es seien Gespräche über regionale und internationale Entwicklungen geführt worden.

In ihrer Haltung gegenüber dem Iran sind sich Deutschland und die USA einig - sagt Außenminister Johann Wadephul.
In ihrer Haltung gegenüber dem Iran sind sich Deutschland und die USA einig - sagt Außenminister Johann Wadephul.  © Sebastian Christoph Gollnow/dpa

3. Mai, 15.12 Uhr: Haftverlängerung in Israel für zwei Gaza-Aktivisten

Ein israelisches Gericht hat die Haft zweier Aktivisten verlängert, die nach dem Stopp der Gaza-Hilfsflotte nach Israel gebracht worden waren.

Das Gericht in der israelischen Küstenstadt Aschkelon habe eine Haftverlängerung um zwei Tage angeordnet, teilte die Menschenrechtsorganisation Adalah mit, die die beiden vertritt. Die Organisation sprach von einer "rechtswidrigen Entführung" des Spaniers Saif Abu Keschek und des Brasilianers Thiago Ávila durch Israel. Eine israelische Gerichtssprecherin bestätigt, der Richter habe eine Haftverlängerung bis Dienstag angeordnet.

3. Mai, 12.15 Uhr: Israel kauft zwei neue Kampfjet-Staffeln

Israel kauft für seine Luftwaffe zwei neue Kampfjet-Staffeln.

Dabei handele es sich um Kampfflugzeuge des Typs F-35 des US-Rüstungskonzerns Lockheed Martin und Kampfflieger des Typs F-15IA des US-Flugzeugbauers Boeing, teilte das israelische Verteidigungsministerium mit. Der Umfang des Deals betrage zig Milliarden Schekel. Ein Euro steht gegenwärtig bei 3,5 Schekel.

Israel investiert Milliarden in zwei neue Kampfjet-Staffeln. (Archivbild)
Israel investiert Milliarden in zwei neue Kampfjet-Staffeln. (Archivbild)  © Tsafrir Abayov/AP/dpa

3. Mai, 12.12 Uhr: Plünderungen durch israelische Soldaten im Libanon

Ungeachtet einer scharfen Warnung durch den Generalstabschef hat die israelische Armee nach Medienberichten Schwierigkeiten, mutmaßliche Plünderungen durch Soldaten im Südlibanon zu stoppen.

Die israelische Zeitung "Jediot Achronot" zitierte einen namentlich nicht genannten Reservisten, der berichtete, er habe mehrere Fälle von Plünderungen im Libanon erlebt.

"Wir trafen an der Grenze viele Reserveeinheiten, sie nahmen einfach alles mit – Waffen, Souvenirs, Schmuck, Decken, Bilder", berichtete der Soldat. In einem anderen Fall habe er aber erlebt, wie ein israelischer Kommandeur Soldaten daran gehindert habe, Raubgut nach Israel mitzunehmen.

3. Mai, 7.15 Uhr: Iranische Forderungen

Wie die den iranischen Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, reichte der Iran eine 14-Punkte-Plan als Antwort auf einen US-Vorschlag ein.

Der iranische Vorschlag sei über einen pakistanischen Vermittler übermittelt worden und fordere die "Beendigung des Kriegs an allen Fronten, einschließlich des Libanons", hieß es weiter. Dort gilt derzeit eine brüchige Waffenruhe zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz und Israel.

Laut Tasnim werden in dem Vorschlag Garantien gegen militärische Aggressionen und der Abzug von US-Militärstreitkräften aus der Region um den Iran thematisiert.

3. Mai, 7.14 Uhr: Trump kündigt Überprüfung eines Iran-Plans für Kriegsende an

US-Präsident Donald Trump (79) hat angekündigt, einen vom Iran übermittelten Plan für ein Ende des Kriegs prüfen zu wollen.

Allerdings könne er sich nicht vorstellen, dass dieser Plan akzeptabel sein werde, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Der Iran habe "noch keinen ausreichend hohen Preis für das gezahlt (...), was er der Menschheit und der Welt in den letzten 47 Jahren angetan hat", begründete er seine Prognose. Zugleich warnte Trump, es bestehe weiter die Möglichkeit, den Iran wieder anzugreifen, sollte sich die iranische Führung falsch verhalten.

Der Iran hat einen neuen Vorschlag für ein Ende des Kriegs gemacht. Trump (79) will ihn sich ansehen, ist aber wenig optimistisch. (Archivbild)
Der Iran hat einen neuen Vorschlag für ein Ende des Kriegs gemacht. Trump (79) will ihn sich ansehen, ist aber wenig optimistisch. (Archivbild)  © Matt Rourke/AP/dpa

3. Mai, 7.13 Uhr: US-Regierung billigt Waffenexporte an Partner im Iran-Krieg

Das US-Außenministerium hat milliardenschwere Waffenlieferungen an Bahrain, Israel, Kuwait, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate genehmigt.

Per Notfallbeschluss habe Außenminister Marco Rubio acht Waffenlieferungen im Wert von über 25 Milliarden US-Dollar (rund 21,3 Mrd Euro) bewilligt, bestätigte ein Sprecher des Ministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Durch den erklärten Notfall bedarf es anders als üblich keiner Zustimmung des Kongresses.

Seit Beginn des Krieges habe der Iran Tausende ballistische Raketen, Marschflugkörper und Drohnen auf die Partner der USA in der Region abgefeuert, hieß es zur Erklärung. Die meisten davon seien erfolgreich abgefangen worden. Die Dringlichkeit der Genehmigung begründete das Ministerium auch damit, dass die Partner "derzeit angegriffen werden".

2. Mai, 16.38 Uhr: Flugbetrieb wird in Vereinigten Arabischen Emiraten wieder vollständig aufgenommen

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben nach wochenlangen Einschränkungen wegen des Iran-Kriegs ihren Luftraum nach eigenen Angaben wieder freigegeben.

Der normale Flugbetrieb werde vollständig wieder aufgenommen, teilte die Luftfahrtbehörde auf der Plattform X mit, nachdem es zwei Monate nur begrenzt Sonderflüge gegeben hatte.

Die Entscheidung sei nach einer umfassenden Begutachtung der Betriebs- und Sicherheitsbedingungen erfolgt, hieß es. Der Luftraum werde kontinuierlich überwacht, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Auch in Abu Dhabi wurde der Flugbetrieb wieder vollständig aufgenommen.
Auch in Abu Dhabi wurde der Flugbetrieb wieder vollständig aufgenommen.  © Sina Schuldt/dpa

2. Mai, 15.27 Uhr: Neuer Konflikt mit USA laut Israels Armee "wahrscheinlich"

Trotz der Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs droht nach Einschätzung aus Teheran ein Wiederaufflammen des Konflikts.

Es gebe Anzeichen dafür, dass die USA sich in der geltenden Waffenruhe "nicht an Versprechen oder Vereinbarungen halten", zitierte die iranische Nachrichtenagentur Fars am Samstag Mohammed Dschafar Assadi vom zentralen Militärkommando. US-Präsident Donald Trump hatte seinerseits einen neuen Verhandlungsvorschlag Teherans zurückgewiesen. Eine Wiederaufnahme des Kriegs bezeichnete er als "Option".

Mohammed Dschafar Assadi von Irans Militärkommando Chamat al-Anbija bezeichnete einen erneuten Konflikt mit den USA als "wahrscheinlich". Auch Israel könnte womöglich in Kürze wieder militärisch gegen den Iran vorgehen, wie Verteidigungsminister Israel Katz am Donnerstag gesagt hatte. Seit Inkrafttreten der Waffenruhe Anfang April kommen die Bemühungen zur Beendigung des Konflikts nicht voran. Zwei Monate nach Beginn des Iran-Kriegs wächst damit die Sorge vor einer erneuten Eskalation des Konflikts.

2. Mai, 14.31 Uhr: Zwei Menschen im Iran wegen Vorwurfs der Spionage für Israel hingerichtet

Der Iran hat zwei Männer hingerichtet, die wegen der Spionage für Israel verurteilt worden waren.

Beide seien gehängt worden, gab die Justizwebsite "Misan Online" am Samstag bekannt. Sie machte keine Angaben dazu, wann die beiden Männer festgenommen worden waren. Einem von ihnen wird dem Portal zufolge vorgeworfen, Militär- und Sicherheitsstandorte gefilmt und fotografiert zu haben. Die Aufnahmen soll er während des zwölftägigen Kriegs zwischen dem Iran und den USA im Juni 2025 an einen Offizier des israelischen Geheimdienstes Mossad geschickt haben.

Der andere Mann wurde den Angaben nach beschuldigt, Informationen über "religiöse und provinzielle Persönlichkeiten" und "wichtige Zentren wie das Gebiet Natans" an den Mossad weitergeleitet zu haben. In Natans befindet sich eine wichtige iranische Atomanlage.

Titelfoto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

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