Alt trifft auf jung: Kretschmann zofft sich mit "Letzter Generation"

Stuttgart - Wenn Generationen aufeinanderprallen! Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (75, Grüne) hat sich mit den Klimaaktivisten der "Letzten Generation" getroffen. Dabei war Ärger vorprogrammiert.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (75, Grüne) hat momentan selbst bei der eigenen Partei einen schweren Stand.
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (75, Grüne) hat momentan selbst bei der eigenen Partei einen schweren Stand.  © Bernd Weißbrod/dpa

Zuerst fielen ihm seine umstrittenen Aussagen zum Migrationsgipfel auf die Füße, dann der Zoff um den scheinbar überflüssigen Französischunterricht an Schulen und schließlich kleben ihm auch noch die Klima-Chaoten der "Letzten Generation" an den Fersen.

Für den baden-württembergischen Landesvater Winfried Kretschmann ist der diesjährige Sommer gewiss keine Wohlfühloase.

Nach Informationen der "Welt" soll sich Kretschmann am gestrigen Dienstag mit Vertretern der Klimaaktivisten getroffen haben. Das Treffen habe im Staatsministerium stattgefunden, wie ein Sprecher der Landesregierung bestätigte.

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Die Initiative sei demnach von Kretschmann ausgegangen. Dem Politiker sei es wichtig gewesen, in gesellschaftlichen Konflikten nicht nur übereinander, sondern auch miteinander zu sprechen.

Im Gespräch sei es sehr kontrovers zur Sache gegangen. Der Grüne habe darin deutlich gemacht, dass sich in einer Demokratie alle an die Regeln und Gesetze halten müssten. Die Aktionen der "Letzten Generation" verurteilte der 75-Jährige hingegen als "jenseits des zivilen Ungehorsams".

"Letzte Generation" gilt bereits als Verdachtsfall

Klimakleber bei der Arbeit. Die Aktivisten der "Letzten Generation" kleben auf der Straße, um auf die Weise auf den Klimawandel aufmerksam zu machen.
Klimakleber bei der Arbeit. Die Aktivisten der "Letzten Generation" kleben auf der Straße, um auf die Weise auf den Klimawandel aufmerksam zu machen.  © Hendrik Schmidt/dpa

Ebenso habe die Diskussion ergeben, dass hinsichtlich der dramatischen Auswirkungen des Klimawandels und der Dringlichkeit des Handelns Konsens bestehe.

Bei der Wahl der Mittel gingen die Meinungen jedoch weit auseinander. Dabei haben die Maßnahmen der Klimagruppierung mit den typisch orangenen Westen mittlerweile selbst die Justiz auf den Plan gerufen.

Deutschlandweit würden derzeit drei Staatsanwaltschaften gegen die Klimakleber ermitteln. Der Vorwurf wiegt schwer: Verdacht der Bildung einer kriminellen Vereinigung.

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Noch im Februar hatte Kretschmann ein Gespräch mit der Gruppe abgelehnt, da der Grünen-Politiker monierte, dass das Vorgehen der Klimakleber bei der Bevölkerung auf erhebliche Ablehnung stoße.

Bereits im Vorfeld des Gesprächs war sich Kretschmann sicher, dass das Aufeinandertreffen alles andere als lustig werden würde. Ob auch mal gelacht wurde, konnte nicht überliefert werden ...

Titelfoto: Bernd Weißbrod/dpa

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