Bürokratie? Streichen oder umsetzen! Ein Kommentar von Karoline Bernhardt

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Dresden - Zweifellos herrscht in Dresdens Amtsstuben zu viel Bürokratie. Für einfache Projekte werden zig Ämter eingeschaltet. Gutachten, Studien, Genehmigungsverfahren: So werden Vorhaben nach hinten verschoben. Ob gewollt oder nicht.

TAG24-Reporterin Karoline Bernhardt.
TAG24-Reporterin Karoline Bernhardt.  © Petra Hornig

Ein Beispiel ist die Kiesgrube Leuben. Laut Beschluss von 2019 soll hier eine offizielle Badestelle entstehen – die vertiefenden Planungen starten erst sieben Jahre später. Die Verwaltung rechnet damit, die Badestelle "pünktlich" zur BUGA 2033 öffnen zu können.

Wer findet nicht, dass so etwas schneller gehen sollte? Natürlich nervt das Schneckentempo auch den Stadtrat.

Er hat aber nur bedingt Einfluss. Viele Bürokratie-Monster entstehen etwa auf Landes-, Bundes- oder EU-Ebene.

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An kleinen Stellschrauben wie dem städtischen Klimacheck wurde jetzt gedreht. Doch ich halte es für problematisch, dass seit fünf Jahren unerledigte Beschlüsse aufgehoben werden sollen.

Der Stadtrat verliert Autorität, wenn er seine Beschlüsse lieber streicht, statt die Umsetzung einzufordern. Bürokratieabbau sollte an anderer Stelle beginnen.

Titelfoto: Petra Hornig

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