Hausgemachte Verunsicherung bei der Carolabrücke: Ein Kommentar

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Dresden - Fast zwei Jahre ist der Einsturz der Carolabrücke mittlerweile her. Nun steht endlich die Entscheidung zum Neubau an. Der Stadtrat wählte mehrheitlich bewusst ein aufwendiges Verfahren mit vier Planern, um eine gute Entscheidung treffen zu können.

TAG24-Chefreporter Hermann Tydecks sieht keinen klaren Gewinner.
TAG24-Chefreporter Hermann Tydecks sieht keinen klaren Gewinner.  © Bildmontage: Visualisierung: FHECOR/TSSB, Eric Münch

Mit Blick auf die verkehrlich wichtigste Elbquerung mitten im Herzen der Stadt, die auch optisch noch viele Generationen erfreuen soll, war das sicher vertretbar. Ob man Fachexperten, Bürger und ein breit aufgestelltes Begleitgremium abstimmen lassen muss, darüber lässt sich streiten.

Da letztlich der Stadtrat an keines der Voten gebunden ist und allein die Räte frei entscheiden, hätte man sich den Aufwand zumindest in dieser Form aber sicher sparen können.

Höchst unglücklich finde ich den Verlauf auf den letzten Metern des langwierigen Prozesses! Wie kann es sein, dass nach so vielen Verfahrensschritten und Beteiligungsformaten jetzt so viel Verunsicherung wie noch nie herrscht?

Bürokratie? Streichen oder umsetzen! Ein Kommentar von Karoline Bernhardt
Kommentar Bürokratie? Streichen oder umsetzen! Ein Kommentar von Karoline Bernhardt

Viele Räte können nach der letzten Sitzung des Begleitgremiums nicht (mehr) richtig einschätzen, wie hoch das Risiko einer Bauverzögerung nun wirklich ist. Dafür hat die Verwaltung mit ihren Ausführungen gesorgt - das war fahrlässig, unnötig und zog gravierende Folgen nach sich.

Einen klaren Gewinner gibt es nicht

Dass viele Sitzungen hinter verschlossenen Türen stattfinden, zu denen auch Journalisten keinen Zugang haben, trägt auch nicht zur Aufklärung und zu einem transparenten Verfahren bei.

Einen klaren Gewinner gibt es jedenfalls nicht. Es bleibt ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Aber das spricht letztlich für tolle Entwürfe, was ja im Sinne aller Dresdner ist.

Titelfoto: Bildmontage: Visualisierung: FHECOR/TSSB, Eric Münch

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