Mann ersteigert herrenlosen Koffer von Flughafen: Als er ihn untersucht, wird ihm speiübel
Großbritannien - Er hat seine Nische gefunden: Ursprünglich war Scott Fensome (26) aus Großbritannien als Installateur tätig. Doch während der Corona-Pandemie wurde er aufgrund von Kurzarbeit kreativ. Inzwischen ist Fensome professioneller Ankäufer von herrenlosen Koffern, die an Flughäfen erworben werden können. Natürlich hat er dabei schon einiges gefunden. Von seinem ekligsten Erlebnis hat der "Koffer-Käufer" kürzlich Unilad berichtet.
Während herrenlose Gepäckstücke in Deutschland etwa halbjährlich versteigert werden, kann man sie in Großbritannien bereits nach drei Monaten ersteigern.
Fensome ist inzwischen Besitzer zahlreicher Koffer. Beim Öffnen jedes Stücks hegt er natürlich immer wieder dieselbe Hoffnung: den Jackpot zu knacken. Der Brite sucht nach besonders wertvollen Gegenständen, die er anschließend weiterverkaufen kann.
Zwar funktioniert sein Geschäftsmodell mittlerweile ziemlich gut. Doch Fensome muss dafür auch regelmäßig hart im Nehmen sein.
"Ich musste mich fast übergeben - es war widerlich", sagte der 26-Jährige über seinen ekligsten Fund. "Kurz nach meinem Start in diesem Geschäft fanden wir eine Aufbewahrungsdose, in der sich fermentierte Fischgräten befanden." Zunächst sei er aber ahnungslos gewesen.
TikTok-Video zeigt einen aktuellen Fund von Scott Fensome
"Es war so widerlich! Ich hatte zunächst keine Ahnung, worum es sich handelte. Doch dann trudelten die ersten Kommentare ein, die mich darüber aufklärten, dass es fermentierte Fischgräten waren", so der Händler.
Aufgrund der Drei-Monats-Frist hatten die Fischgräten mindestens so lange im Koffer gesteckt. Ursprünglich waren sie vermutlich für ein Gericht gedacht.
Vorfälle wie dieser sind in Fensomes Business normal. Dafür wird er manchmal mit kostspieligem Kofferinhalt wie zum Beispiel Schmuck, Tablets oder Bargeld belohnt. Hat er da kein schlechtes Gewissen, das Eigentum anderer zu verscherbeln?
"Gewissermaßen schon", gab der Koffer-Händler gegenüber Unilad zu. Doch er schränkte auch ein: "Die Leute wissen genau, wo sie ihr Gepäck zurückgelassen haben. Deshalb habe ich oft das Gefühl, dass es vielen einfach zu mühsam ist, sich darum zu kümmern. Wenn sie es wirklich zurückhaben wollten, hätten sie drei Monate Zeit dafür."
Titelfoto: Bildmontage: TikTok/Screenshots/ecomkings0

