Rekordverdächtig! Trecker-Freunde schleppen das halbe Dorf durch den Schnee
Kränzlin - Zwei Männer, eine Idee, 220 PS - Am Wochenende sorgte eine Aktion im brandenburgischen Kränzlin für Aufsehen. TAG24 sprach mit dem Initiator einer rekordverdächtigen Schnee-Aktion.
Maik "Trecker-Maik" Horn ist kein Unbekannter in dem kleinen Dorf Kränzlin bei Neuruppin. Im vergangenen Sommer tuckerte der 50-Jährige mit seinem Trecker bis nach Mallorca und schaffte es landesweit in die Medien.
Diesmal führte die Reise nur bis zum nächsten Acker, spektakulär war es trotzdem. Beim gemeinsamen Bierchen im Partykeller kamen Trecker-Maik und Nachbar Henryk Ramp (41) die Idee, möglichst viele Schlitten an den kultigen DDR-Traktor K700 zu hängen. "Wir haben uns gefragt, wie viele der wohl ziehen könnte", erzählt Ramp.
Am vergangenen Donnerstag folgte ein Aufruf im WhatsApp-Status. "Das ist dann anscheinend so explodiert im Status, das hat jeder an jeden weitergeschickt. Da kamen Leute aus Brandenburg und von sonst wo. Da hätten wir nicht mit gerechnet, dass so viele Leute da ankommen", schildert der 41-Jährige.
Auf diese Mengen waren die Trecker-Freunde nicht vorbereitet. An das 100 Meter lange Hauptseil, an das die Schlitten gebunden wurden, passten 70 Stück.
"Dann kamen immer noch Leute und die kannst du ja nicht mehr wegschicken, die wollten natürlich alle mitfahren", sagt der Elektriker.
"Trecker-Maik" drehte mit 70 Schlitten seine Runden
Die Leute improvisierten, holten Spanngurte und Abschleppseile aus ihren Autos und verlängerten das Hauptseil. Am Ende war das alles für die Katz.
"An der Stelle hat er natürlich nicht gehalten, da ist er auseinandergegangen. 57 Schlitten sind stehen geblieben bei der ersten Aktion und mit 70 ist Maik dann wirklich hier gefahren", so Ramp.
Mit 10 bis 15 Kilometern pro Stunde zog der Traktor die Schlittenparade ein paar Runden, dann durften auch die anderen noch mal ran. "Wir hätten auch schneller fahren können, aber es ging in erster Linie um die Sicherheit und um eine lange Schlange. Da saßen ja auch viele Kinder und Muttis auf den Schlitten", erklärt der 41-Jährige.
Nebenher wurden die Besucher mit Glühwein und Kinderpunsch versorgt, an einer Feuertonne hielt man sich warm. "Die haben sich da festgesessen. Wir sind die gar nicht mehr losgeworden", sagt der Trecker-Enthusiast.
Ob es ein Weltrekord war, wie es viele in den sozialen Medien vermuten, könne er nicht sagen. "Aber könnte man beim nächsten Mal in Angriff nehmen. Also wir sind jetzt wieder am Seile sammeln", kündigt Ramp an.
Beim nächsten Mal dürfte also nichts mehr schiefgehen, und vielleicht ist ja auch ein Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde drin.
Titelfoto: privat

