Nur ein Fußball im Wald? Mann erkennt die schreckliche Wahrheit

Wolmirstedt - Die Polizei dachte, Ralf S. wäre in den Westen geflohen. Dann kam es Monate später zu einem schockierenden Fund in der Nähe von Magdeburg, der den Fall ins Rollen brachte.

Ein Mann dachte, er hätte einen Fußball im Wald gefunden. Auf den zweiten Blick erkannte er die schreckliche Wahrheit.
Ein Mann dachte, er hätte einen Fußball im Wald gefunden. Auf den zweiten Blick erkannte er die schreckliche Wahrheit.  © ZDF/BStU

In der neuen Folge "Mysteriöse Kriminalfälle der DDR: Toxische Begierde" vom ZDF wird ein Fall aus Wolmirstedt thematisiert.

Zum Frauentag erhielt Margita S. am 8. März 1975 einen Blumenstrauß von ihrem Ehegatten. Zusätzlich durfte sie sich aber auch am selben Abend wieder einmal lautstark mit ihrem Partner Ralf herumstreiten.

Ein Kriminalpolizist aus der damaligen Zeit erinnert sich an langjährige Alkoholprobleme und Streitigkeiten unter den Eheleuten. Sie waren bereits einmal geschieden und die erneute Hochzeit löste auch keines ihrer Probleme.

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Ralf S. arbeitete in einem Obstbaubetrieb in Klötze, einem damaligen Landkreis im Bezirk Magdeburg der DDR. Das lag circa 70 Kilometer von Wolmirstedt entfernt - er kam immer nur über das Wochenende wieder heim.

Eines Montagmorgens erschien er dann nicht auf der Arbeit. Sein Chef machte sich Sorgen, denn Ralf sei sonst immer pünktlich und auch selten krank gewesen.

Mord im oder außer Haus? Der Fall Ralf S. in Wolmirstedt

Die deutsch-deutsche Grenze war 1975 nicht unweit von Wolmirstedt entfernt. (Symbolbild)
Die deutsch-deutsche Grenze war 1975 nicht unweit von Wolmirstedt entfernt. (Symbolbild)  © Matthias Bein/dpa

Während der Vorgesetzte daraufhin eine Vermisstenanzeige schaltete, schien Margita S. ihren Ehemann kaum zu vermissen.

Bei einer Befragung durch die Polizei kam heraus, dass es wieder zu einem Streit zwischen den beiden gekommen war und der Partner daraufhin die Wohnung verlassen hatte.

Da Wolmirstedt damals so nah an der innerdeutschen Grenze gelegen war, gingen die Beamten direkt davon aus, dass Ralf S. in den Westen geflohen sei.

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Ein Dreivierteljahr später stolperte ein Passant in einem Waldstück nahe Magdeburg dann über einen schockierenden Fund. Zunächst dachte er, einen Fußball gefunden zu haben, und rannte bereits darauf zu.

Auf den zweiten Blick erkannte er jedoch, dass es sich um eine Leiche handelte - der Fall Ralf S. musste noch einmal ganz neu aufgerollt werden!

Was eine bis dato unentdeckte Dreiecksbeziehung, ein ehemaliger Auszubildender des Magdeburger Zoos und das schwierige Scheidungsgesetz der DDR mit dem Fall zu tun haben - das wird am heutigen Abend um 21 Uhr in der neuen Folge "Mysteriöse Kriminalfälle der DDR: Toxische Begierde" des ZDF aufgedeckt.

Titelfoto: ZDF/BStU

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