Bislang stärkstes Erdbeben des Jahres: Todeszahl steigt weiter an

Von Girlie Linao, Denise Sternberg

Mindanao (Philippinen) - Das weltweit stärkste Beben des Jahres hat am Montag die Philippinen erschüttert. Noch immer steigt die Zahl der Toten und Vermissten, der Schaden geht in die Millionen. Und die Erde bebt weiter.

Die Helfer vor Ort sind weiterhin auf der Suche nach Vermissten in den Trümmern.  © Foto von FERDINANDH CABRERA / AFP

Die Zahl der Todesopfer nach dem schweren Erdbeben auf den Philippinen ist auf mindestens 45 gestiegen. Zudem wurden neuen Angaben des Zivilschutzes zufolge mehr als 630 Menschen verletzt, 17 weitere gelten als vermisst.

Das Beben der Stärke 7,8 – laut der US-Erdbebenwarte USGS das weltweit stärkste des Jahres – hatte am frühen Montag die südliche Insel Mindanao erschüttert. Seither folgten mehr als 2200 Nachbeben, wie das philippinische Institut für Vulkanologie und Seismologie (Phivolcs) mitteilte. 

Mehr als 3000 Gebäude wurden beschädigt oder zerstört, wie Bernardo Rafaelito Alejandro vom Zivilschutz des südostasiatischen Inselstaats sagte.

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Auch der internationale Flughafen von General Santos City habe teilweise Schaden genommen. Inzwischen aber werde der Airport wieder für Hilfs- und Regierungsflüge genutzt.

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Viele Gebäude stürzten nach dem Erdbeben teilweise oder komplett ein.  © picture alliance/dpa/AP | Uncredited

Die Erde bebt ausgerechnet am ersten Schultag

Schutz suchende Einwohner campieren auf einem Platz vor einem Gemeindehaus.  © picture alliance/dpa/AP | Basilio Sepe

Auch Straßen und Brücken seien beschädigt worden. Die Gesamtschäden an der Infrastruktur werden laut Alejandro auf rund 562 Millionen Pesos geschätzt, umgerechnet knapp acht Millionen Euro.

Das Erdbeben ereignete sich am ersten Schultag nach den Ferien. Tausende Schulen blieben zunächst geschlossen. Rettungskräfte suchen weiter nach Vermissten und bemühen sich, abgeschnittene Ortschaften zu erreichen.

Zunächst ausgegebene Tsunami-Warnungen für die Philippinen und Indonesien wurden bereits am Montag wieder aufgehoben.

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In mehreren Küstengebieten waren kleinere Flutwellen registriert worden. Die Philippinen liegen am Pazifischen Feuerring, einer der seismisch aktivsten Regionen der Erde. Dort stoßen mehrere Erdplatten aufeinander, weshalb es regelmäßig zu starken Erdbeben und Vulkanausbrüchen kommt.

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