Hilferuf nach Erdbeben: THW-Team auf dem Weg nach Venezuela

Von Volker Danisch

Köln - Nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela fliegen knapp 50 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) in das Katastrophengebiet.

Rund 50 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) reisen nach Venezuela, um nach dem verheerenden Erdbeben weitere Verschütteten zu retten.  © Pedro Mattey/AP/dpa

Im Vordergrund stehe aktuell die Rettung verschütteter Menschen und Bergung von Toten, die unter den Trümmern zerstörter Gebäude liegen, teilte das THW mit. Zu der schnellen Einsatztruppe gehören vier Rettungshundeführer mit jeweils einem Hund.

"Es ist ein erfahrenes Team. Für viele ist es nicht der erste Einsatz. Das heißt, grundsätzlich sind die Schadensbilder bekannt. Aber natürlich ist jede Katastrophe wieder neu", sagte THW-Präsidentin Sabine Lackner in Köln kurz vor der Abreise des Teams, das aus ehrenamtlichen Helfern besteht.

"Wir werden ein großes Ausmaß an Zerstörungen sehen. Wir werden auch bei den Menschen viel Verzweiflung, Angst und Sorge sehen, um die Menschen, die noch verschüttet sind", verdeutlichte Lackner.

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Es sei wichtig, so schnell wie möglich vor Ort zu sein. Dankenswerterweise gebe es ein Angebot des Bundesverteidigungsministeriums für den Transport.

"In der Regel sagt man, 72 Stunden nach einem Erdbeben, das sind ganz entscheidende Stunden. Da können wir auch noch sehr viele Menschen lebend retten", sagte Lackner.

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Reaktion auf internationales Hilfeersuchen der venezolanischen Regierung

Mit einer Bundeswehr-Maschine hob das THW-Team am Freitagmorgen vom Fliegerhorst Wunstorf in Niedersachsen ab.  © Kai Moorschlatt/dpa

Es gebe aber auch danach immer wieder "Wunder", auch noch bis zu einer Woche später. Es werde darum gehen, mithilfe der Rettungshunde die zugewiesenen Schadensgebiete systematisch abzugehen und nach Verschütteten zu suchen.

Das THW reagiere mit der Entsendung der Einsatzkräfte auf ein internationales Hilfeersuchen der venezolanischen Regierung, sagte eine Sprecherin des Hilfswerks.

Der Abflug des Teams sei am Morgen vom Fliegerhorst Wunstorf in Niedersachsen aus mit einer Bundeswehr-Maschine geplant. Es habe in Metallboxen alles dabei, um unabhängig vorgehen zu können.

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Die Ausrüstung reiche von Feldbetten über Duschen, IT-Ausstattung bis hin zu Technik für Wasseraufbereitung und Stromerzeugung.

Weitere Einsatzoptionen wie die Bereitstellung von Trinkwasser für die Bevölkerung sowie die Lieferung von Hilfsgütern sind laut THW aktuell in Klärung.

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