Weil Waldbrände toben: Jörg Kachelmann widerlegt verbreiteten Mythos

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Frankreich/Italien/Spanien: Europäische Urlaubsländer ächzen unter der Hitze. In Frankreich und Spanien wüten gar heftige Waldbrände und die Lage spitzt sich immer weiter zu. Auch die beiden Wetter-Koryphäen Jörg Kachelmann (68) und Christian Häckl (62) widmeten sich in ihrem gleichnamigen "Häckl & Kachelmann"-Podcast, Folge 65" dem Thema der brennenden Wälder. Das Gespräch nahm Kachelmann zum Anlass, mit einem Vorurteil aufzuräumen.

In Frankreich und Spanien toben Waldbrände, die ein heftiges Ausmaß angenommen haben.
In Frankreich und Spanien toben Waldbrände, die ein heftiges Ausmaß angenommen haben.  © ROMAIN PERROCHEAU / AFP

Schon länger nervt den Meteorologen, dass immer wieder ein direkter Zusammenhang von Hitzewelle und Waldbränden hergestellt wird.

"Man braucht zwei Dinge für einen Waldbrand. Man braucht Dürre, man braucht Trockenheit. Es ist jeden Sommer so, dass es drei Monate rund nicht regnet. Die Frage ist nur, wie viele Brandstifter gibt es", sprach der 68-Jährige über die Voraussetzungen für brennende Wälder, wurde jedoch noch deutlicher.

"Es muss jemand diesen Wald anzünden, dass er brennt. Wenn ihn niemand anzündet, dann brennt er nicht", so Kachelmann.

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Der Wald brauche nämlich "250-300 Grad", damit er brenne, erläuterte Kachelmann, nannte die Lufttemperatur hierfür "scheißegal". "Glasscherben machen auch kein Feuer", stellte der gebürtige Lörracher klar.

Christian Häckl & Jörg Kachelmann sprechen im Podcast über Ursachen für Waldbrände

Für einen Waldbrand braucht es laut Kachelmann Brandstifter

Jörg Kachelmann (68) tritt heute im TV eher als Moderator denn als Wetterexperte in Erscheinung. (Archivbild)
Jörg Kachelmann (68) tritt heute im TV eher als Moderator denn als Wetterexperte in Erscheinung. (Archivbild)  © IMAGO / STAR-MEDIA

Hitze sei weniger entscheidend für einen Waldbrand als Dürre/Trockenheit.

"Wenn es so trocken ist und man es anzündet, dann brennt es auch bei -10 Grad", brachte Kachelmann seinen Monolog zu einem Ende.

Immerhin räumte der Wetter-Experte zuvor ein, dass eine hohe Temperatur die Ausbreitung eines Feuers begünstige, weshalb Einsatzkräfte nachts in der Regel Löscharbeiten unter günstigeren Umständen durchführen können.

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"So, jetzt bin ich still bei diesem Thema", sagte Kachelmann abschließend, ehe RTL-Wetterfrosch Christian Häckl genauer auf die Umstände für das Waldbrand-Inferno in Spanien einging.

Titelfoto: Bildmontage: ROMAIN PERROCHEAU / AFP

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