Feuer in Chiemgauer Alpen: Behörden rufen Katastrophenfall aus

Unterwössen - Wegen eines Waldbrands in den Chiemgauer Alpen hat das Landratsamt im oberbayerischen Traunstein den Katastrophenfall ausgerufen. Man habe sich, so der Landrat Andreas Danzer (Freie Wähler) "entschieden, dass wir gleich voll durchstarten".

Wegen der Dunkelheit mussten die Löscharbeiten in der Nacht deutlich zurückgeschraubt werden.  © Feuerwehren Landkreis Traunstein

Eine Evakuierung sei nicht notwendig, wie der Politiker bei einer Pressekonferenz weiter meinte. Man brauche jedoch schnellen Zugriff und "schlagkräftige Hilfe".

Nicht nur die nun zurückkommende Hitzewelle macht Probleme. Auch der immer wieder auffrischende Wind könnte die Ausbreitung des Feuers begünstigen.

Man habe daher zusätzlich Hilfe von den österreichischen Nachbarn angefordert. Die Feuerwehren wurden am Mittwochabend gegen 18 Uhr über den Brand in rund 1000 Metern Höhe informiert.

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Das betroffene Gebiet befindet sich im Gipfelbereich der Hochwand nahe der Lackenbergwand bei Unterwössen.

Rund 200 Einsatzkräfte der Feuerwehr – unterstützt von drei Hubschraubern der Bayerischen Polizei – waren seither vor Ort. Eine große Herausforderung ist dabei das unwegsame Gelände. Es seien "zahlreiche Löschflüge" durchgeführt worden.

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Laut Angaben breitete sich das Feuer in den letzten Stunden in der Richtung Tal weiter aus.  © DPA/Uwe Plein
Die Löschflüge mussten in der Nacht abgebrochen werden. Am nächsten Tag wurden diese allerdings wieder fortgesetzt.  © DPA/Uwe Plein

Feuer breitet sich in Richtung Tal aus, Bundesstraße gesperrt

Mit Hubschraubern und Sprinkleranlagen kämpfen seit Mittwochabend mehr als 200 Einsatzkräfte gegen die Flammen in dem unwegsamen Gelände im Gipfelbereich der Hochwand.  © Feuerwehren Landkreis Traunstein

"Eine verlässliche Einschätzung der genauen Brandfläche ist derzeit noch nicht möglich. Zur Brandursache können aktuell ebenfalls noch keine Angaben gemacht werden", teilten die Traunsteiner Feuerwehren am Mittwochabend mit.

Wegen der Dunkelheit mussten die Einsätze in der Nacht zurückgefahren werden.

"Im Verlauf der Nacht breitete sich das Feuer talwärts aus", heißt es weiter. Bislang seien jedoch noch keine Verletzten zu beklagen.

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Die Bevölkerung werde gebeten, den Bereich des Waldbrands weiträumig zu meiden und den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten. Fenster und Türen sollen geschlossen bleiben und Lüftungs-, sowie Klimaanlagen müssen wegen der Rauchentwicklung abgeschaltet bleiben.

Zudem sorgen die Löscharbeiten – zu der am Donnerstag wieder rund 200 Einsatzkräfte angetreten sind – für Einschränkungen im Verkehr. So wurde die Bundesstraße B305 in Richtung Reit im Winkl und in Richtung Marquartstein gesperrt.

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