Wilhelm Pischke, Thorsten Meiritz
Potsdam - Bei hochsommerlichen Temperaturen ist das Waldbrandrisiko in Brandenburg über das lange Pfingstwochenende angestiegen.
Mit Ausnahme von den Landkreisen Prignitz und Ostprignitz-Ruppin galt für alle Kreise die zweithöchste Warnstufe 4 (hohe Gefahr), wie aus aktuellen Daten des Agrar- und Umweltministeriums hervorgeht. In den beiden Kreisen im Nordwesten gilt die dritte Warnstufe (mittlere Gefahr).
Die Überwachung der Wälder mittels Kameras und Sensoren ist ab Gefahrenstufe 3 aktiv. Dann sind auch die beiden Waldbrandzentralen in Eberswalde und Wünsdorf besetzt.
Die Forstbehörden rufen derzeit zu besonderer Vorsicht auf. Menschliches Handeln verursacht laut Ministerium mehr als 90 Prozent aller Waldbrände. Die Behörden betonen, dass Feuer im Wald verboten ist.
Es darf nicht gegrillt werden im Wald oder in Waldnähe, auch Lagerfeuer sind nicht erlaubt. Das gilt auch an Ufern von Waldseen, wie es in den Hinweisen des Umwelt- und Forstministerium heißt.
Vor rund drei Wochen war der erste große Waldbrand in diesem Jahr bei Jüterbog im Südwesten Brandenburgs ausgebrochen. Auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz, der mit Munition belastet ist, waren nach damaligen Angaben 152 Hektar betroffen - so groß wie etwa 215 Fußballfelder.
Wie schnell die ausgetrocknete Vegetation in Flammen aufgehen kann, hat sich am Samstag südlich von Berlin gezeigt. Bei Trebbin hat vermutlich die heißgelaufene Achse eines vorbeifahrenden Güterzugs einen größeren Böschungsbrand verursacht.