Mehr Wohngebiete am Wald: Muss Brandenburgs Brandschutz erweitert werden?

Von Monika Wendel

Potsdam - Der Waldbrandschutz in Brandenburg sollte nach der Einschätzung eines Experten an den Übergängen zwischen Wohnbebauung und Wald vorangetrieben werden.

Durch die größere Nähe drohen Flammen bei Waldbränden auch auf Wohngebiete überzuspringen. (Symbolfoto)  © Manuel Genolet/dpa

"Darauf muss das Augenmerk gerichtet werden in den kommenden Jahren", sagte der stellvertretende Waldbrandschutzbeauftragte Philipp Haase der Deutschen Presse-Agentur.

Fachleute sprechen von "Wildland-Urban Interface", also die Schnittstelle zwischen bebautem Gebiet und der Natur.

Es geht darum, das Risiko eines Überspringens von Bränden auf Wohnsiedlungen zu reduzieren. In der vergangenen Woche kam ein Feldbrand in einem Stadtteil von Neuruppin dicht an ein Wohngebiet heran. Es bestand zunächst die Gefahr einer Evakuierung.

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Wegen der verheerenden Waldbrände in Südeuropa mussten zahlreiche Ortschaften evakuiert werden. Hunderttausende Menschen waren betroffen, vor allem an der Atlantikküste bei Bordeaux.

"In den letzten Jahren sind immer wieder Siedlungsbereiche an Wald heran gebaut worden", sagte Haase. Er nannte unter anderem Gebiete in Potsdam und Beelitz.

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Konzepte mit Waldbandschutzwegen und Löschwasserentnahmestellen seien wichtig, um Siedlungsbereiche zu schützen. Auch der Waldumbau müsse forciert werden. Die Stadt Beelitz etwa hatte 2022 eine Risikoanalyse erarbeiten lassen und ein Schutzkonzept erstellt.

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