Waldbrand wütet im Nationalpark Müritz: Anwohner müssen evakuiert werden

Von Stephanie Lettgen, Lukas Karl Müller, Christopher Hirsch, Thorsten Meiritz

Kratzeburg (Mecklenburgische Seenplatte) - Seit Montag wütet ein Waldbrand im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Das Feuer im Müritz-Nationalpark hat sich langsam ausgeweitet. Mehrere Ortschaften in der Gemeinde Kratzeburg mussten evakuiert werden.

Über dem Müritz-Nationalpark erhebt sich eine riesige Rauchwolke.  © Jens Büttner/dpa

Die Fläche, die brennt oder schon gebrannt hat, betrug nach Aussage eines Landkreissprechers am Mittwoch 150 Hektar. Rund 200 Einsatzkräfte seien aktuell vor Ort. "Die Evakuierung von Granzin und Granziner Mühle wird aufrechterhalten", sagte er.

Bei der Bekämpfung der sich ausbreitenden Falmmen soll auch Technik aus anderen Bundesländern helfen. Es sei bundesweit eine Anfrage nach weiteren Kreisregnern gestellt worden, teilte der Landkreis mit. Diese Art Wassersprenger wird zur Bewässerung genutzt, um das Feuer einzudämmen.

Nach Angaben von Dienstagabend war das Feuer etwa 1,4 Kilometer von Ganzin entfernt. Der Ort hat laut Website der übergeordneten Gemeinde Kratzeburg etwas mehr als 100 Einwohnerinnen und Einwohner. Auch die Bewohner des Dorfes Krienke sollten den Ort zwischenzeitlich verlassen.

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Behörden und Polizei hatten etwa Urlauber wiederholt dazu aufgefordert, das Gebiet weiträumig zu meiden. Über NINA wurde eine Gefahren-Warnung verbreitet.

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Auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz ist ein Mischwald in Flammen aufgegangen.  © ---/Landkreis Mecklenburgische Seenplatte/dpa
Die Ortslage Granzin musste evakuiert werden.  © Screenshot/warnung.bund.de

Feuerwehr kann Brand wegen Munition im Boden nur aus der Ferne löschen

Die Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot vor Ort, kann den Brand aufgrund der Munitionsbelastung aber nur eindämmen.  © Jens Büttner/dpa

Darin wurde auch darauf hingewiesen, dass sich Betroffene auf eine Evakuierung vorbereiten und dabei nur das Notwendigste mitnehmen sollen, insbesondere Ausweise und Bargeld.

Da ein stark munitionsbelasteter ehemaliger Truppenübungsplatz betroffen ist, kann die Feuerwehr nicht direkt an den Brand heran und muss einen Sicherheitsabstand von etwa 1000 Metern einhalten.

Erschwerend kam immer wieder starker Wind hinzu, der dafür sorgte, dass sich die Flammen langsam ausbreiteten. Derzeit seien Drohnen in der Luft, die ein genaues Bild der Lage geben sollen.

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Der Brand werde die Einsatzkräfte absehbar noch Tage beschäftigen, sagte der Landkreissprecher. Man rechne am Donnerstag, wohl eher am Freitag mit Regen. "Wenigstens bis dann wird das noch aktuell sein." Zur Brandursache lagen zunächst keine näheren Informationen vor.

Erst Ende Juni war ein Brand auf einem anderen, aber nahe gelegenen Truppenübungsplatz im Nationalpark ausgebrochen. Mehr als 100 Hektar waren betroffen. Der dortige Einsatz dauerte mehrere Tage. Auch dabei handelte es sich um munitionsbelastetes Gelände.

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