Hamburg - Der Tarifstreit bei der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH (VHH) spitzte sich zu. Auch in der achten Verhandlungsrunde mit der Gewerkschaft ver.di gab es am Montag (27. April) keinen Durchbruch. Stattdessen stellte die Gewerkschaft ein Ultimatum. Am Dienstag, dem 5. Mai wurde bekannt: Es gibt eine Einigung.
Bis zum 3. Mai 2026 um 12 Uhr musste ein neues Angebot auf dem Tisch liegen. Wäre das nicht passiert, hätte Hamburg der nächste Streikt gedroht – und das ausgerechnet rund um den Hafengeburtstag! Das Event findet vom 8. bis 10. Mai statt.
Doch tatsächlich konnte sich die Gewerkschaft und das Busunternehmen VHH "nach harten Verhandlungen" im Tarifstreit endlich einigen.
Nun gibt es laut ver.di einen Kompromiss: Kernpunkte sind die Verkürzung der Wochenarbeitszeit von 39 auf 38 Stunden bei vollem Lohnausgleich, eine Verkürzung der maximalen Dienstlänge geteilter Dienste, eine erhöhte Zulage für diese sowie eine Zahlung des Nachtschichtzuschlags bereits ab 21 Uhr.
Doch das war noch nicht alles: Nach Angaben der Gewerkschaft plant die VHH zudem, die von der Bundesregierung ermöglichte Entlastungsprämie von 1000 Euro in zwei Schritten an die gesamte Belegschaft auszuzahlen.
Drohung mit nächstem VHH-Streik: Betroffene machten Druck
Noch Ende April äußerten Betroffene Bedenken. Busfahrer und Tarifkommissionsmitglied Sergej Nuss brachte es auf den Punkt: "Wir sind jetzt schon am Limit! Was wir brauchen, ist echte Entlastung", hieß es in einer Mitteilung zuvor von ver.di. Stattdessen drohten Verschlechterungen.
Auch ver.di-Nord-Verhandlungsführer Sascha Bähring erhöhte den Druck: "Jetzt sind die Arbeitgeber und die Politik am Zug, ein einigungsfähiges Angebot vorzulegen, um die Streiks abzuwenden."
Erstmeldung am 28. April um 7.21 Uhr, aktualisiert am 5. Mai um 22.13 Uhr.