Jetzt also doch: Busse in Dresden werden ab morgen bestreikt!

Dresden - Verdi ruft zum Warnstreik im sächsischen Regionalverkehr auf! Vom morgigen Mittwoch an bis Sonntag um 6 Uhr sollen Angestellte von Unternehmen, die dem Arbeitgeberverband Nahverkehr (AVN) angehören, ihre Arbeit niederlegen. Das betrifft in Dresden alle Fährverbindungen sowie einige Buslinien.

Der Streik betrifft mehrere Buslinien in der Landeshauptstadt.
Der Streik betrifft mehrere Buslinien in der Landeshauptstadt.  © Steffen Füssel

Dies teilten die Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB) am heutigen Dienstag mit.

Laut DVB seien Angestellte folgender Unternehmen betroffen: Dresdner Verkehrsservice (DVS) GmbH, die Verkehrsgesellschaft Meißen (VGM) mbH, der Regionalverkehr Sächsische Schweiz Osterzgebirge (RVSOE) GmbH sowie Regionalbus Oberlausitz (RBO) GmbH. Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) selbst werden jedoch nicht bestreikt.

Im Zeitraum des Warnstreiks sollten Fahrgäste daher mit erheblichen Einschränkungen und Ausfällen bei den Buslinien 66, 68, 72, 73, 76, 77, 79, 80, 81, 85 und 88 rechnen. Auch der Ersatzverkehr auf den Linien 4 (Bau Radebeul) und 11 (Bau Bautzner Straße) sei betroffen.

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Andere Dresdner Linien einschließlich der Straßen- und Bergbahnen würden laut DVB planmäßig fahren. Zuvor waren Streiks in Sachsen angekündigt worden, allerdings nicht in der Landeshauptstadt selbst.

Verdi ruft zum Warnstreik im sächsischen Nahverkehr auf

Verdi ruft zu neuen Warnstreiks im Regionalverkehr in Sachsen auf. (Symbolbild)
Verdi ruft zu neuen Warnstreiks im Regionalverkehr in Sachsen auf. (Symbolbild)  © Bernd Thissen/dpa

Die Gewerkschaft Verdi rief am heutigen Dienstagmorgen in Sachsen erneut alle Angestellten von Unternehmen, die dem AVN angehören, zum Arbeitskampf auf.

Dazu zählen unter anderem Nahverkehrsbetriebe in den Landkreisen Vogtlandkreis, Zwickau, Erzgebirgskreis, Mittelsachsen, Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Bautzen und Görlitz sowie Nahverkehrsbetriebe in Chemnitz und Dresden.

Arbeitgeber legten zuletzt ein Angebot vor, dass Mitglieder der Gewerkschaft jedoch laut Mitteilung mit "sehr großer Mehrheit" abgelehnt hätten.

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Verdi fordert unter anderem die Erhöhung der Vergütung um 22 Prozent, mindestens jedoch um 750 Euro pro Monat zum 1. Januar 2024.

Auch die Auszubildenden- sowie Praktikantenvergütung soll um 200 Euro pro Monat steigen.

Streik während der Abiturprüfungen

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (48, CDU) warnt vor den Auswirkungen des Streiks.
Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (48, CDU) warnt vor den Auswirkungen des Streiks.  © Sebastian Kahnert/dpa

"Die Streikpläne von Verdi müssen überprüft werden. Wir haben Abiturprüfungen. Die Schülerinnen und Schüler dürfen hier nicht zum Spielball werden", warnte Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (48, CDU) nach der Ankündigung der Gewerkschaft.

Das Sächsische Staatsministerium für Kultus habe laut Mitteilung vorsorglich Schulen über mögliche Verspätungen der Schülerinnen und Schüler informiert. Schulen hätten die Möglichkeit, den Prüfungsbeginn zeitlich nach hinten zu verschieben.

In dieser Woche würden Abiturprüfungen an allgemeinbildenden sowie Beruflichen Gymnasien anstehen, unter anderem in Fremdsprachen sowie Kunst, Musik und Sport.

Aufgrund der unterschiedlichen Situation im Nahverkehr müssten Schulen jedoch auf eigene Verantwortung handeln.

Ein Streik im Nahverkehr würde nicht automatisch schulfrei bedeuten, so das Ministerium.

Erstmeldung von 11.12 Uhr; zuletzt aktualisiert um 12.24 Uhr.

Titelfoto: Bildmontage: Steffen Füssel//Bernd Thissen/dpa

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