München/Frankfurt - Die Streikwoche der Lufthansa ist noch nicht vorbei: Nach Angaben der Gewerkschaften sind sowohl Piloten als auch Flugbegleiter betroffen. Auch Donnerstag und Freitag soll es am Münchner und Frankfurter Flughafen zu massiven Ausfällen kommen.
Insgesamt mussten bereits mehr als 900 Starts und Landungen abgesagt werden.
Der Streik der Pilotinnen und Piloten startete bereits am Montag um 0.01 Uhr und war auf eine Dauer von 48 Stunden angesetzt. Doch jetzt soll die ganze Woche weiter gestreikt werden.
Beim Ferienflieger Eurowings waren jedoch zunächst ausschließlich am Montag sämtliche Abflüge von deutschen Flughäfen betroffen. Doch auch diese soll Donnerstag nicht fliegen, ebenso Tochtergesellschaft CityLine.
Ursache der Streiks sind festgefahrene Tarifverhandlungen, insbesondere über Bezahlung, Arbeitsbedingungen und Altersvorsorge. Zwar wird eine mögliche Schlichtung diskutiert, doch eine kurzfristige Einigung ist derzeit nicht in Sicht.
Neben der ohnehin angespannten Lage im Flugverkehr verschärft ein weiteres Problem die Situation: Der Flughafen München ist aufgrund von Bauarbeiten derzeit nicht direkt per Bahn erreichbar. Reisende müssen auf Ersatzverbindungen ausweichen, was zusätzliche Belastungen mit sich bringt.
Besonders brisant ist der Zeitpunkt der Streiks: Sie fallen in die Jubiläumswoche der Lufthansa. Die Airline begeht ihr 100-jähriges Bestehen – doch statt ungetrübter Feierlichkeiten wird der Festakt von Protesten und einer geplanten Kundgebung überschattet.