Von Monika Wendel
Berlin/Potsdam - Im Tarifkonflikt um mehr Geld haben Beschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder ihren Warnstreik fortgesetzt.
Rund 2000 Menschen zogen in Potsdam vor den Ort der zweiten Runde der Tarifverhandlungen, wie ein Sprecher der Gewerkschaft ver.di mitteilte.
Mehrere Gewerkschaften riefen in Berlin dazu auf, in der Senatsverwaltung, in Bezirksämtern, Kitas und Hochschulen die Arbeit niederzulegen. Laut ver.di kam es zu Einschränkungen beim Betrieb der Behörden. In Brandenburg blieben die Auswirkungen "überschaubar", wie es hieß.
Am Donnerstag stand ab 15 Uhr in Potsdam die zweite Runde der Tarifverhandlungen an. Bei der ersten Runde am 3. Dezember gab es keine nennenswerten Fortschritte.
Ver.di fordert in den Tarifverhandlungen für die Angestellten der Länder sieben Prozent mehr Geld im Monat, zur Stärkung unterer Lohngruppen mindestens 300 Euro. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) wies die Gewerkschaftsforderung als zu hoch zurück. Sie legte für die Arbeitgeberseite zunächst kein eigenes Angebot vor.
In der Hauptstadt machte sich der Arbeitskampf bereits am Mittwoch bemerkbar. Nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zogen rund 5000 Streikende in einem Demonstrationszug zum Roten Rathaus. Es blieben wegen des Warnstreiks unter anderem einzelne Kitas geschlossen.
Erstmeldung von 6.27 Uhr, aktualisiert um 15.12 Uhr.