Hamburg - Die Streikwelle im Einzelhandel bricht nicht ab: Am Freitag, 19. Juni, wollen Verkäufer in der Hansestadt erneut ihre Arbeit niederlegen.
Bereits im Mai und Anfang Juni hatte ver.di die Mitarbeiter im Einzelhandel zum Streik aufgerufen.
Am Freitag, 19. Juni, sollen nun Beschäftigte folgender Geschäfte beim Streik dabei sein:
- IKEA
- H&M
- TK Maxx
Mit der Aktion wollen sie für einen Anerkennungsvertrag kämpfen. Auch im Großhandel soll es laut ver.di vor der dritten Verhandlungsrunde Warnstreiks geben.
Hintergrund des erneuten Streiks: Laut ver.di verliefen die Tarifverhandlungen in der Branche bisher unzureichend.
Die Forderungen der Mitarbeiter
Dietmar Scheffel, Beschäftigter bei IKEA und Mitglied in der ver.di-Tarifkommission, sagte: "IKEA hat allein in Deutschland im Jahr 2024 6,1 Milliarden Gesamtumsatz gemacht. Das war das zweitstärkste Jahr seit Bestehen des Unternehmens. Trotzdem erzählen uns die Arbeitgeber Märchen von einer wirtschaftlich schwierigen Lage."
Ihre Forderungen: ver.di verlangt für die Mitarbeiter im Einzel- und Versandhandel 7 Prozent mehr Gehalt (mindestens 225 Euro) sowie die Anhebung der unteren Entgeltgruppen auf ein rentenfestes Mindesteinkommen von 14,90 Euro pro Stunde. Außerdem sollen Auszubildende 150 Euro mehr Gehalt bekommen.
Mit den Streiks am Freitag wollen die Beschäftigten ein klares Signal an die Arbeitgeber senden: "Ohne substanzielle Verbesserungen in den Verhandlungen wird der Druck weiter steigen."
Am 9. Juli steht der nächste Termin für Tarifverhandlungen im Einzel- und Versandhandel an.