15-Jähriger soll Terror-Anschlag auf Synagoge geplant haben – U-Haft für IS-Sympathisanten
Augsburg - Ein 15 Jahre alter Teenager soll einen Terroranschlag auf eine Synagoge geplant haben und sitzt darum bereits seit einigen Monaten in Untersuchungshaft.
Das berichtet die Bild und zitiert Oberstaatsanwalt Sebastian Murer: "Die Generalstaatsanwaltschaft München hat am 26. Juni 2026 Anklage gegen den Beschuldigten erhoben."
Bei ihm sei eine große Menge pyrotechnischer Gegenstände entdeckt und sichergestellt worden.
Einen selbstgebauten Sprengsatz habe er in der Vergangenheit bereits getestet, heißt es weiter. Durch die tennisballgroße Kugelbombe habe er sich selbst zwei Finger weggesprengt. Ein Freund des Beschuldigten wurde bei der Detonation leicht verletzt.
Nach den bisherigen Erkenntnissen soll der 15-Jährige mit der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) sympathisieren.
Die Ermittler befassen sich bereits seit Herbst 2025 mit dem Fall. Ihm wird nun vorgeworfen, dass er unter anderem eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet haben soll.
Videos von Enthauptungen und Anschlagspläne
Auch der vorsätzliche unerlaubte Umgang mit explosionsgefährlichen Stoffen, sowie das Herbeiführen einer Explosion und gefährliche Körperverletzung werden ihm vorgeworfen.
Laut eines Berichts der Augsburger Allgemeinen sitzt er bereits seit sieben Monaten in Untersuchungshaft.
Laut Recherchen habe sich der Junge aus dem Landkreis Augsburg in der Vergangenheit Videos von Enthauptungen angesehen. Er soll auch konkreten Anschlagspläne geschmiedet haben.
Der Verteidiger des mutmaßlichen Terror-Sympathisanten wies die Vorwürfe über einen geplanten Anschlag zuletzt zurück. Bis zum Abschluss des Verfahrens gilt für den Jugendlichen die Unschuldsvermutung.
Die Bundeszentrale für Politische Bildung definiert den IS als "terroristische und militärisch aktive" Organisation, die eine islamische Theokratie ("Kalifat") erschaffen möchte. Laut den Vereinten Nationen wird eine solche radikal-religiöse Diktatur von allen führenden muslimischen Geistlichen abgelehnt.
Titelfoto: 123rf/rattanakun

