Gibt es wieder Hoffnung? Buckelwal "Hartwin" offenbar erneut gesichtet

Schönberg (Holstein) - In den vergangenen Tagen war es still um Buckelwal Hartwin, dessen Geschichte teilweise an den Fall "Timmy" erinnert. Die Organisation "Stranded No More" dokumentierte zuletzt am 18. Juli eine Sichtung in der Kieler Förde. Jetzt wurde das Tier offenbar erneut gesehen.

Noch vor wenigen Tagen befand sich der Buckelwal, bei dem es sich um "Hartwin" handeln soll, in der Kieler Förde.  © Yachtcharter Kiel/Lukas Zarling

"Am 22. Juli 2026 wurde er am Schönberger Strand an der Ostseeküste nördlich von Kiel beobachtet", teilte die Organisation nun mit. Bei der Buckelwal-Sichtung soll es sich damit erneut um "Hartwin" handeln.

Noch am 17. Juli bestätigte das Schleswig-Holsteinische Umweltministerium die Sichtung des Tiers an der Mündung der Kieler Förde. Einen Tag später sei der Meeressäuger noch tiefer in der Förde nahe der Hörnbrücke im Zentrum von Kiel gesichtet worden.

Nach neuesten Dokumentationen habe es der Ozeanriese inzwischen wieder von selbst aus der Förde geschafft. Der Schöneberger Strand liegt circa 21 Kilometer nordöstlich von Kiel und ist Teil der Kieler Bucht.

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Ob Hartwin damit wieder auf dem Weg in die offene See ist? Allzu weit habe sich der Meeressäuger von Kiel damit noch nicht entfernt.

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Gesichteter Buckelwal: Tierschutzorganisation weiter besorgt um Gesundheitszustand

Dieses Foto des Tiers wurde im Juni im Kleinen Belt vor Dänemark aufgenommen.  © Linda Frølund Hansen/Bridgewalking/dpa

Die Tierschutzorganisation zeigt sich weiterhin besorgt. "Es gibt derzeit niemanden, der ihm helfen kann", schreiben die Experten auf Facebook. Bereits bei den letzten Sichtungen sprach die Organisation von einem "sterbenden Wal" - unter anderem aufgrund seines offenbar schlechten Gesundheitszustands.

"Die Netzwerke zur Rettung gestrandeter Wale sind weltweit völlig marode, und es gibt keine Strukturen, um in Not geratenen oder verirrten Walen zu helfen", üben die Experten weiter Kritik.

Der Ozeanriese soll in den vergangenen Monaten Tausende Kilometer über die Niederlande, Norwegen, Schottland, England und Dänemark zurückgelegt haben. Am 5. Juli war er auf der deutschen Seite der Flensburger Förde gesehen worden.

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