Auch Hunde bekommen Sonnenbrand: Diese Rassen sind besonders gefährdet
Berlin - Die große Hitze im Sommer macht nicht nur Menschen, sondern auch Tieren zu schaffen. Neben Hitzeschlag und Sonnenstich, der sogar tödlich enden kann, können auch Vierbeiner einen Sonnenbrand bekommen.
Einige Rassen wie Dalmatiner oder Bullterrier gelten dabei als besonders gefährdet, wie die "aktion tier - menschen für tiere e.V." in Berlin mitteilte.
Das sei generell für Hunde mit kurzem, weißem Fell, oder wenn sie frisch geschoren sind, der Fall - für Katzen übrigens auch. "Ihre Haut ist noch empfindlicher als die ihrer Artgenossen", erklärt Dr. Tina Hölscher.
Kommt es bei Haus- oder Nutztieren zu einem Sonnenbrand, rötet sich die Haut ähnlich wie beim Menschen. In vielen Fällen kommt ein Juckreiz hinzu, sodass die Gefahr besteht, dass die Tiere sich aufscheuern können und im schlimmsten Fall eine folgenschwere Infektion davontragen.
Bei Hunden empfiehlt die Tierärztin, vor längeren Spaziergängen in der Sonne besonders ungeschützte Körperstellen, wie beispielsweise den Nasenrücken, mit einer wasserfesten Sonnencreme einzureiben.
Bestimmte Medikamente erhöhen Risiko für Sonnenbrand bei Tier und Mensch
Dabei sollte auf einen hohen Lichtschutzfaktor geachtet werden. Bei längerem Aufenthalt in der Sonne rät sie zudem zu schattigen Liegeplätzen oder dem einen oder anderen Bad im kühlen Nass.
Nach Möglichkeit sollten Frauchen und oder Herrchen lange Ausflüge oder ausgiebige Badetage bei sengender Hitze vermeiden oder dann zumindest ihre Fellnase in der verhältnismäßig kühleren und vor allem schattigeren Wohnung zurücklassen.
Außerdem weist die Veterinärin darauf hin, dass einige Medikamente das Sonnenbrand-Risiko zusätzlich verstärken können - auch das gilt im Übrigen für Tier und Mensch. "Diese Substanzen erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut", verdeutlicht Dr. Hölscher.
Präparate, die die sogenannte Photosensibilität heraufsetzen, sind beispielsweise bestimmte Antibiotika oder auch verschiedene Antidiabetika.
Titelfoto: Marijan Murat/dpa

