Basenjis: Warum kann dieser Hund nicht bellen?

Ein Hund, der nicht bellen kann? Das klingt sicherlich traumhaft für lärmempfindliche Hundefreunde oder Nachbarn eines Hundehalters, die das ständige Gekläffe in der Wohnung nebenan einfach nur lästig finden.

Diese Hunde können nicht bellen, denn sie gehören zur Hunderasse der Basenjis.´
Diese Hunde können nicht bellen, denn sie gehören zur Hunderasse der Basenjis.´  © 123RF/bmfotos

Doch so einfach ist es dann doch nicht.

Denn es gibt zwar wirklich eine Hunderasse, die nicht richtig bellen kann, das bedeutet aber keineswegs, dass sie vollkommen lautlos ist – im Gegenteil.

Es geht um Basenjis.

Diese Hunderasse hat ihren Ursprung in Afrika, wo die Tiere als Jäger von Ungeziefer wie Ratten als Begleiter von Dorfgemeinschaften lebten. Forscher brachten sie im 19. Jahrhundert nach Großbritannien, wo Basenjis gezüchtet wurden.

Erst in den 1970er-Jahren wurde diese Hunderassen nach Deutschland importiert.

Warum können Basenji Hunde nicht bellen?

Basenjis sind stolze Hunde, die sehr ähnlich wie Wölfe kommunizieren.
Basenjis sind stolze Hunde, die sehr ähnlich wie Wölfe kommunizieren.  © Unsplash/Edvinas Bruzas

Der Grund, dass diese Hunde nicht richtig bellen können, liegt darin, dass der Kehlkopf extrem flach ist im Gegensatz zu anderen Hunderassen. Richtiges Hundegebell mit starken Lautstößen können sie nicht erzeugen so wie andere Hunde.

Basenjis sind allerdings keine Lösung für Hundehalter, die einen stillen Begleiter suchen. Sie bellen zwar nicht richtig, bedienen sich aber anderer Laute, um zu kommunizieren.

Typisch sind glucksende Laute, lautes Heulen und leichte Stoßlaute ähnlich wie husten, die vom Klang her normalem Hundegebell ähneln können.

Wer vom ständigen Gebell seines Hundes genervt ist, sollte also lieber auf sinnvolle Erziehungsmaßnahmen setzen statt auf eine neue Hunderasse. Tipps dazu findest Du im Artikel "Wie gewöhne ich meinem Hund das Bellen ab". Dabei geht es aber natürlich nur um übermäßiges Bellen, wenn der Hund gestresst oder schlecht erzogen ist. Denn grundsätzlich ist Bellen ein wichtiges Mittel der Kommunikation für den Hund, das niemals gänzlich unterbunden werden sollte.

Wer die Hundesprache verstehen möchte, ist eventuell mit diesem innovativen Gerät aus den USA gut beraten, über das TAG24 im Artikel "Kann das Bellen von Hunden bald übersetzt werden" berichtete.

Basenjis können nicht bellen, aber dennoch lautstark kommunizieren

Übersetzt bedeutet der Name Basenji in etwa "kleines wildes Buschtier", wie zooplus.de über den Basenji berichtet. Diese Beschreibung trifft das Wesen dieser Hunde tatsächlich recht treffend, sind sie doch manchmal ganz schön dickköpfige und eigenwillige Tiere. Zudem haben sie einen sehr starken Jagdtrieb und extrem viel Energie.

Allerdings können Basenjis auch sehr treue Familienhunde sein, sofern sie von Anfang an richtig sozialisiert und erzogen wurden, da sie grundsätzlich ein ruhiges, wachsames und übrigens auch sehr reinliches Wesen haben. Man kann auch den Spieltrieb der intelligenten Basenjis sehr gut fördern.

Für Anfänger ist dieser Hund aber eher nichts. Wenn er nicht ausgelastet ist und seinem Dickkopf freien Lauf gegeben wird, kann der Basenji ganz schön anstrengend sein.

Das ist nicht nur für Hundehalter, sondern vor allem für die Tiere selbst keine optimale Lebenssituation.

Titelfoto: Unsplash/Edvinas Bruzas

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