Bergheim - Die extreme Hitze wäre einem Hund im Rhein-Erft-Kreis beinahe zum Verhängnis geworden. Nur durch das schnelle Eingreifen der Mitarbeiter und einen glücklichen Zufall konnte das Tier gerettet werden.
Anders als Menschen können Hunde ihre Körpertemperatur nur eingeschränkt regulieren und überhitzen deshalb deutlich schneller.
Wie dramatisch das enden kann, zeigte sich am Samstagabend im Tierheim Bergheim bei Köln. Dort spielte sich nach Angaben der Mitarbeiter ein echter Wettlauf gegen die Zeit ab.
So fuhr eine Frau mit ihrem Auto vor. Auf dem Rücksitz: ein völlig entkräfteter, fast bewusstloser Berner Sennenhund und dessen Besitzer.
Die genauen Hintergründe seien zwar unklar. Fest stehe jedoch, dass sich der Hund zuvor an einem viel zu stark aufgeheizten Ort aufgehalten habe und schließlich zusammengebrochen sei.
"Er konnte nicht mehr laufen, er konnte gar nichts mehr, die Hitze hatte ihn buchstäblich ausgeknockt", schildert das Tierheim auf Instagram.
Tierarzt greift sofort ein: Hund hatte über 41 Grad Körpertemperatur
Für den Vierbeiner ging es "um Leben und Tod" - und das mit einer gehörigen Portion Glück. Denn wie das Tierheim berichtet, sei es reiner Zufall gewesen, dass der Tierarzt und mehrere Mitarbeiter noch vor Ort waren.
Gemeinsam trugen sie den schweren Hund in die Praxis und versuchten alles, um das Leben des Tieres zu retten. Dazu gehörte auch seine Körpertemperatur von über 41 Grad mit nassen Lappen herunterzukühlen.
"Es brauchte Stunden und diverse lebensrettende Maßnahmen, um ihn wieder halbwegs wach zu bekommen. Die Praxis stand danach unter Wasser und alle waren am Ende ihrer Kräfte", berichten die Tierretter.
Erst weit nach Mitternacht sei der Berner Sennenhund wieder transportfähig gewesen. Anschließend habe man ihn in eine Tierklinik im Kölner Süden gebracht.
An die Besitzer des Hundes richtet das Tierheim deutliche Worte: "Einen Dank oder eine Entlohnung dafür haben wir bis heute noch nicht bekommen."