Cowichan Valley Regional District (Kanada) - So hatte er ihn noch nie erlebt. Chris Avery aus dem kanadischen Cowichan Valley Regional District stellte fest, dass sein Labrador Cooper nicht einmal zu Abend essen wollte. Stattdessen saß der Hund den ganzen Tag draußen im Vorgarten. Dort wartete der treue Vierbeiner auf seinen Katzenfreund Winston, der im vergangenen Monat spurlos verschwunden war. Diese Treue brach seinem Herrchen das Herz - und noch so vielen anderen Menschen, die die entsprechende Szene auf Instagram sahen.
In dem Clip wartet Cooper an seiner gewohnten Stelle auf den Stubentiger. Für einen kurzen Moment blickt er sich nach hinten um - sein trauriger Blick spricht Bände. Es ist der vierte Tag seit dem Verschwinden der Katze.
9,7 Millionen Klicks hat das Video seit seiner Veröffentlichung im vergangenen Monat eingeheimst. Viele Menschen können die Traurigkeit des Rüden nur zu gut nachempfinden, vergeben mehr als 380.000 Likes.
"Coop ist eine sensible Seele, während Winston ein frecher kleiner Racker ist. Sie sind also ein eher ungewöhnliches Gespann. Doch sie haben eine gemeinsame Leidenschaft gefunden: in der Sonne zu dösen und gemeinsam den Bauernhof zu erkunden", sagte Avery jetzt in einem Interview mit The Dodo.
Mit dem Verschwinden von Winston veränderte sich für Cooper alles. "Ich musste sogar rausgehen und ihn zum Abendessen hereinholen. So etwas ist vorher noch nie passiert", sagte der Besitzer der beiden Tiere. "Dabei ist das Abendessen für ihn das Größte überhaupt."
Zum Glück hatte der Kanadier aber auch gute Nachrichten.
Virales Instagram-Video zeigt treu wartenden Labrador Cooper
Update-Video zeigt rührendes Happy End
Nur einen Tag, nachdem er das virale Video gepostet hatte, wurde ein drittes Tier im Bunde zum Helden. Der kleine Rüde Chester schlug plötzlich Alarm. Wenig später stellte sich heraus, dass er Winston gefunden hatte - dreckig und sehr hungrig, aber wohlauf.
"Coop war überglücklich, seinen Kumpel wiederzuhaben. Es war, als wäre ihm eine Last von den Schultern genommen worden und die Traurigkeit aus seinen Augen verschwunden", sagte Avery dem Tiermagazin.
Als die Samtpfote wieder da war, machte das Herrchen schon bald eine Beobachtung.
"Mir ist aufgefallen, dass die beiden seit Winstons Abenteuer noch enger zusammenhalten", sagte er und fügte abschließend hinzu: "Vielleicht haben sie einander einfach schrecklich vermisst."