Hundesteuer adé? Auf diese gute Nachricht haben Vierbeiner-Halter schon lange gewartet!

Wiesbaden - Es könnte in Zeiten der Corona-Pandemie DIE Nachricht sein, die zumindest allen Hundehaltern - oder denen, die es werden wollen - ein Strahlen ins Gesicht zaubern würde! 

Die Hundesteuer könnte zumindest im Land Hessen bald der Vergangenheit angehören. (Symbolfoto)
Die Hundesteuer könnte zumindest im Land Hessen bald der Vergangenheit angehören. (Symbolfoto)  © 123RF/Olga Yastremska

Denn der Steuerzahlerbund in Hessen scheint ernsthaft eine Abschaffung der Hundesteuer zu beabsichtigen. Einst als Luxussteuer eingeführt, sei die Abgabe bei Haltung eines Vierbeiners mittlerweile vollkommen überholt.

Für viele ist ein Hund schon längst kein Luxus mehr, für viele gar der Kind- oder Familienersatz und mitunter einziges Bezugswesen. Der Bild-Zeitung sagte der Bürgermeisterkandidat der Stadt Friedrichsdorf im hessischen Hochtaunuskreis, Jochen Kilp (43): "Die Besitzer dafür zur Kasse zu bitten, ist fragwürdig und muss ein Ende haben!"

Damit dürfte er den meisten Hundehaltern - auch über die hessischen Landesgrenzen hinaus - aus der Seele sprechen. Zumal die treuen Hunde auf dem Gebiet der Haustiersteuer scheinbar ein Alleinstellungsmerkmal innehaben. 

Denn für Katzen, Vögel und Co. existiert eine derartige Abgabe nicht.

Ein weiterer Punkt, der Hundebesitzer unterschiedlich stark nervt - und finanziell unterschiedlich belastet - ist die scheinbare Willkür bei der Festsetzung der Vierbeinersteuer. Während man in Frankfurt am Main 90 Euro für den Erst- und 180 Euro für jeden weiteren Haus-Hund abdrücken muss, sind es in Wiesbaden direkt 180 Euro für jeden im Haushalt lebenden Wauwau. 

Warum Hundesteuer, wenn es keine Katzen- oder Vogelsteuer gibt?

Ob sich nach erfolgreicher Abschaffung der Hundesteuer mehr Menschen einen Hund zulegen werden? (Symbolfoto)
Ob sich nach erfolgreicher Abschaffung der Hundesteuer mehr Menschen einen Hund zulegen werden? (Symbolfoto)  © 123RF/lightfieldstudios

Auch mögliche Strafzahlungen variieren von Stadt zu Stadt und innerhalb kleinerer Gemeinden stark. 

Im Jahr 2019 sollen die rund 400.000 in hessischen Haushalten lebenden Hunde über 24 Millionen Euro in die Kassen gespült haben. 

Dennoch sei laut Bund der Steuerzahler "das Aufkommen dieser Bagatell-Steuer vergleichsweise gering, der Aufwand zur Erhebung unverhältnismäßig. So konnten einzelne Kommunen in den letzten Jahren nicht einmal 5000 Euro aus der Steuer einnehmen."

Daran angelehnt seien der bürokratische Aufwand und regelmäßige Kontrollen angesichts der dadurch entstehenden Kosten ebenfalls kritisch anzusehen. 

Für weniger Hundehaufen auf Gehwegen sorge die Zahlung einer Hundesteuer ohnehin nicht.

Ob es wirklich zur Abschaffung der Hundesteuer kommt und wenn ja, wann, steht indessen jedoch noch in den Sternen.

Titelfoto: 123RF/Olga Yastremska

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