Junger Dobermann erlebte Horrorzeit, wird für "Loki" jetzt alles besser?

Würzburg - Als die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Tierheims in Würzburg den etwa eineinhalb Jahre alten "Loki" bei sich aufnahmen, waren sie über den Zustand des Dobermann-Rüden regelrecht schockiert.

Mittlerweile geht es "Loki" den Umständen entsprechend wieder gut.
Mittlerweile geht es "Loki" den Umständen entsprechend wieder gut.  © Tierschutzverein Würzburg e.V.

Der Hund ist im Tierheim gelandet, weil sein vorheriger Halter erkrankt und mit "Loki" auch überfordert war. Eigentlich ist es ja eher schade, wenn ein Vierbeiner sein Zuhause verliert. In diesem Fall muss man aber wohl sagen, dass es für den Rüden ein Glücksfall war.

Denn "Loki" hat wohl eine schreckliche Zeit durchlitten. Im Tierheim angekommen war er, wie die Mitarbeiter sagen, bis auf das Skelett abgemagert und hatte ganz stumpfes, schuppiges Fell.

Zudem wurden seine Rute und seine Ohren nicht nur kupiert, sondern nahezu verstümmelt. Der ganze Hund war demnach nur noch ein bemitleidenswertes körperliches Wrack.

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Und auch psychisch haben die negativen Erlebnisse "Loki" natürlich nicht gutgetan, er ist ruhelos und wirkt verzweifelt.

Dennoch tut ihm die Zeit im Tierheim offenbar sehr gut und es blitzt auf, was für ein toller Hund er in Wirklichkeit ist. Auch körperlich geht es im schon wesentlich besser.

"Loki" leidet unter Verlustängsten und kann nicht alleine bleiben

Auch auf fremde Menschen geht "Loki" gerne zu und sucht Kontakt.
Auch auf fremde Menschen geht "Loki" gerne zu und sucht Kontakt.  © Tierschutzverein Würzburg e.V.

Deshalb möchte man ihn im Tierheim nun gerne an ein neues Zuhause vermitteln. Wie die Mitarbeiter betonen, ist "Loki" ein überaus freundlicher Hund, der auch fremde Menschen sofort begrüßt und gerne Kontakt haben möchte.

Mit Artgenossen - besonders mit anderen Rüden - kommt er nicht immer gut aus. Letztlich entscheidet hier die Sympathie. Katzen oder Kleintiere sollten allerdings keine im Haushalt leben; die hat "Loki" "zum Fressen gerne", sagen die Tierheim-Mitarbeiter.

Eine Sache sollten Interessenten außerdem noch wissen: Der junge Rüde hat sehr schlimme Verlustängste. Er kann also noch nicht alleine zu Hause gelassen werden. Selbst, wenn seine Bezugspersonen nur kurz den Raum verlassen, kann "Loki" schon mal hysterisch reagieren und dabei keine Rücksicht auf sich oder die Einrichtung nehmen, heißt es.

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Daran kann aber gearbeitet werden, sagen die Mitarbeiter des Tierheims. Generell wichtig im Umgang mit dem Rüden ist zudem, dass er einerseits ausgelastet sein will, andererseits aber auch noch lernen muss, mehr zur Ruhe zu kommen.

Menschen, die "Loki" gerne bei sich aufzunehmen würden, können sich mit dem Tierheim in Würzburg unter der Telefonnummer 0931-84324 in Verbindung setzen.

Besetzt ist das Telefon täglich vom 11 bis 12 Uhr sowie ab 13 Uhr.

Titelfoto: Tierschutzverein Würzburg e.V.

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