Hamburg - Erst im Februar dieses Jahres tobte Mei noch über das Gelände des Hamburger Tierschutzvereins an der Süderstraße, hatte eine "gute Phase". Nur wenige Wochen später ist die Shar-Pei-Hündin für immer eingeschlafen. Mei ist an den Folgen der Qualzucht gestorben.
"Mei sollte nicht leiden müssen und ist am Freitag im Beisein ihres Bezugspflegers für immer eingeschlafen", schreibt das Tierheim am Montagmorgen unter einem Video auf Instagram.
Der Clip zeigt schöne Momente der Hündin, die seit September 2025 im Tierheim Süderstraße in Hamburg gelebt hat.
Damals wurde sie aus einer verwahrlosten Wohnung gerettet. Komplett unterernährt und in einem schlechten Allgemeinzustand war sie in die Hände der Tierschützer gekommen.
Mei litt immer stark unter den Folgen der Qualzucht: Die Ohren waren stark verkrüppelt, Augenfalten schränkten ihre Sicht ein und die kurze Nase erschwerte das Atmen.
Zudem litt die Shar-Pei-Hündin unter dem sogenannten "Shar-Pei-Fieber" - einer chronischen Autoimmunkrankheit, die in Schüben hohes Fieber und eingeschränkte Mobilität verursacht.
Dieser ist die Fellnase, die geschätzt sieben Jahre alt werden durften, letztlich zum Opfer gefallen. "Der letzte Fieberschub war schwer, die Gelenke schmerzten und auch fressen wollte Mei nicht mehr. Die Nierenwerte verschlechterten sich immer weiter und es kam zu einer Anämie, die Atmung wurde flacher", meldete der Hamburger Tierschutzverein.
Hamburger Tierschutz erinnert an Hündin Mei
Shar-Pei-Hündin Mei war trotz Krankheit ein fröhliches Tier
Trotz ihrer schweren Krankheit war Mei ein fröhlicher Hund. Das zeigte sie auch beim Besuch von TAG24 im Februar.
"In den positiven Phasen hat sie richtig Abenteuerlust. Sie will raus, die Welt erkunden, mit ihrem Menschen etwas erleben", sagte Tierpflegerin Maraike Steller damals.
"Wenn sie jemanden kennt, freut sie sich total über Menschen und will mit ihnen spielen und kuscheln", ergänzte sie. Auch mit dem ein oder anderen Vierbeiner - je nach Sympathie - verstand sich Mei.
Bei Ausflügen ins Grüne erkundete die Hündin die Umgebung gerne mit der Nase und begrüßte morgens alle bekannten Pfleger der Station mit Spielzeug und freudigem Schwanzwedeln.
Auch bei den Gassigängern sei die Hündin wegen ihrer besonderen Art sehr beliebt gewesen.