USA - Anfang des Jahres beschloss eine Familie, einem Hund ein neues Zuhause zu schenken – doch schon am ersten Tag entkam ihr neues Familienmitglied und war mehr als einen Monat lang verschwunden!
Emily Rendall-Araujo und ihr Ehemann Andres Araujo hatten im Januar den niedlichen Vierbeiner namens Zero aus einem Tierheim im US-Bundestaat Wisconsin adoptiert – noch ahnten sie nicht, welch aufregendes Abenteuer auf sie zukommen würde.
Nach dem ersten Treffen mit ihren Kindern und den beiden bereits vorhandenen Hunden durfte Zero endlich mit nach Hause. Doch als die Familie am Haus ankam und den Kofferraum des Autos öffnete, sprang die Fellnase direkt aus dem Auto und rannte auf ein nahe gelegenes Feld, so People.
Emily rannte dem Hund sofort hinterher und rief ihn zurück, verlor ihn jedoch schnell aus den Augen. Gemeinsam mit ihrer Tochter setzte sie die Suche mit dem Auto fort – doch auch das blieb erfolglos.
"Wir folgten den Spuren durch dichtes Gestrüpp im gefrorenen Sumpf, über einen Bach und gerieten versehentlich unter einen Zaun in die Weide unserer Nachbarn mit ausgewachsenen Bullen. Als wir merkten, wo wir waren, ließen wir die Spuren zurück und verließen die Weide leise", so die 37-Jährige.
Hund Zero über fünf Wochen auf Flucht
Auch in den folgenden Tagen blieb jede Suche erfolglos. Die Familie machte sich jedoch große Sorgen, da die Temperaturen stark gesunken waren. Knapp eine Woche später dann die erste Hoffnung: Zero wurde gesichtet!
Weitere Helfer aus der Umgebung schlossen sich der Suche an und in den darauffolgenden Tagen kam es immer wieder zu Sichtungen des Hundes. Schließlich entschied man sich, Lebendfallen aufzustellen und diese jedes Mal zu versetzen, wenn Zero an einem anderen Ort gesichtet wurde.
"Hätten wir nicht so viele regelmäßige Sichtungen gehabt, hätte man leicht annehmen können, dass er in Schwierigkeiten geraten war oder gestorben wäre. Glücklicherweise vergingen nie mehr als fünf Tage ohne Sichtung, sodass ich einfach dachte, dass er irgendwann müde und hungrig genug sein würde, um sich in die Falle locken zu lassen", erzählte Emily.
Doch sie musste sich noch ein wenig gedulden: Erst vor rund zwei Wochen – ganze fünf Wochen, nachdem er verschwunden war, – konnte er in einer der Fallen sicher gefangen werden! Einer der freiwilligen Helfer brachte ihn daraufhin zum Haus, wo die Familie endlich wieder mit ihrem verlorenen Haustier vereint wurde.
Hund Zero lebt sich nun in seiner neuen Familie ein
Zero wurde sofort mit einer warmen Decke, frischem Futter und viel Liebe verwöhnt. Und wie durch ein Wunder hatte er keine gesundheitlichen Probleme oder bleibenden Schäden davongetragen – lediglich ein paar Kilo an Gewicht hatte er verloren.
Emily erklärte: "Zero kam im Tierheim wirklich nicht zurecht. Er war sehr schüchtern und ängstlich, und alle Freiwilligen, die mit ihm gearbeitet haben, erzählten mir ähnliche Geschichten. Ich glaube, er sah die Gelegenheit, zu fliehen und nutzte sie, aus Angst, dass ich ihn zurück ins Tierheim bringen könnte."
Heute fühlt sich der Vierbeiner in seinem neuen Zuhause sichtlich wohl und gewinnt immer mehr Vertrauen in seine neue Familie.
Emily und Andres sind zudem "unglaublich dankbar" für alle Freiwilligen, "die so viel Zeit und Hingabe aufgebracht haben, um ihn zu finden und nach Hause zu bringen".