Nach umstrittener Rettungsaktion von "Timmy": So dankt Minister Backhaus den Wal-Helfern

Von Iris Leithold

Schwerin/Insel Poel - Tagelang haben Helfer im April in der flachen Kirchsee-Bucht der Ostseeinsel Poel vor Wismar um das Leben des gestrandeten Buckelwals gekämpft - letztlich ohne Erfolg, da das Tier kurz nach seinem Transport in die Nordsee verendete.

Gut einen Monat nach dem Tod des Buckelwals sollen die ehrenamtlichen Helfer auf Poel ein Dankeschön bekommen. Umweltminister Till Backhaus (SPD, 67) lädt ein.  © Jens Büttner/dpa

Jetzt will sich Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD, 67) mit einem Fest bei den Ehrenamtlichen bedanken, die an der Aktion in der Bucht beteiligt waren.

Am Samstag soll auf der Insel Poel gegrillt werden und Backhaus will Ehrenurkunden überreichen, wie ein Ministeriumssprecher sagte. Eingeladen sind demnach Helfer von Organisationen wie DLRG und Freiwilliger Feuerwehr - den Angaben zufolge werden etwa 50 Gäste erwartet.

Laut NDR schreibt der Minister in seiner Einladung, es sei gemeinsam gelungen, "den in Kirchdorf gestrandeten Wal auf den Weg in seine Heimatgewässer zu geleiten".

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Auch die "Ostsee-Zeitung" berichtete vorab über das Dankesfest, das laut Ministerium eine nicht öffentliche Veranstaltung ist und deshalb nicht in die wöchentlich verbreitete Aktivitätenliste der Landesregierung aufgenommen wurde. 

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Bürgermeister sagt Teilnahme aus Termingründen ab

Der tote Wal wurde Ende Mai an Land der dänischen Insel Anholt gezogen.  © Marcus Golejewski/dpa

Eingeladen ist auch der Bürgermeister der Insel Poel, Florian Lechner (35), wie die Gemeinde mitteilte. Er lasse sich aber aus Termingründen entschuldigen, hieß es von einer Mitarbeiterin.

Eine private Initiative um den Media-Markt-Gründer Walter Gunz (79) und die Unternehmerin Karin Walter-Mommert (63) hatte den mehrfach an der deutschen Ostseeküste gestrandeten Meeressäuger vor Poel in einen mit Wasser gefluteten Lastkahn bugsiert und in die Nordsee gebracht.

Die Aktion war hochumstritten, Wissenschaftler hatten davon abgeraten und die Überlebenschancen des Tiers als sehr gering eingeschätzt. 

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Wenige Tage nach der Freilassung nördlich von Skagen verendete es, am 14. Mai wurde der Kadaver vor der dänischen Ostseeinsel Anholt entdeckt.

Der Meeressäuger hatte noch rund 215 Kilometer zurückgelegt, wie Backhaus nach der Auswertung von Daten eines Trackers sagte, der an dem Tier befestigt worden war.

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