Robert Marc Lehmann nach "Timmys" Tod: "Für mich war immer nur wichtig, recht zu behalten"

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Anholt - Auch nach seinem Tod bewegt das Schicksal von Buckelwal "Timmy" die Menschen weiter. YouTuber und Meeresbiologe Robert Marc Lehmann (43) hat sich in einem neuen Video auch noch einmal mit dem Ozeanriesen befasst.

Robert Marc Lehmann (43) hat sich mit seinem "wirklich allerletzten Video" zu Buckelwal "Timmy" gemeldet.
Robert Marc Lehmann (43) hat sich mit seinem "wirklich allerletzten Video" zu Buckelwal "Timmy" gemeldet.  © Daniel Bockwoldt/dpa

In einem Stream, dessen Zusammenschnitt der 43-Jährige auf seinem Kanal hochlud, diskutierte Lehmann mit den Zuschauern über verschiedene Themen. Dabei wiederholte er noch einmal, dass der nun eingetretene Tod des Tieres stets das wahrscheinlichste Szenario gewesen sei.

Obwohl er damit gerechnet habe und die Überlebenschance des Wals von Anfang mit 0,1 Prozent beziffert habe, habe ihn "Timmys" Schicksal sehr mitgenommen. "Ich bin zutiefst erschüttert und sehr, sehr traurig darüber", verdeutlichte der Meeresbiologe.

Mit Blick auf seine Kritiker, die ihm unter anderem Selbstinszenierung vorwerfen, kommentierte Lehmann sarkastisch: "Am Ende will ich noch mal festhalten, dass ich mit allem, was ich gesagt habe, recht behalten habe. Das ist mir ganz wichtig, dass ich hinterher sagen kann: 'Seht ihr, ich hab's ja gesagt.' Das war mir immer das Wichtigste."

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Generell habe vieles rund um "Timmy" für Kopfschütteln bei ihm gesorgt. Bezogen auf die Kosten für Rettung und Transport des Tieres unkte Lehmann angesichts der Geschehnisse in den sozialen Medien: "Dieses Geld wäre besser in einer Psychiatrie investiert gewesen." Deutschland habe "seinen kompletten Verstand verloren", urteilte er.

Robert Marc Lehmann meldet sich mit "allerletztem Video" zu Wal "Timmy"

Robert Marc Lehmann gibt Minister Backhaus Mitschuld an "Timmys" Tod

Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) hat laut Lehmanns Einschätzung eine Mitschuld am Tod des Tieres.
Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) hat laut Lehmanns Einschätzung eine Mitschuld am Tod des Tieres.  © Jens Büttner/dpa

Die Rettung und Freilassung des Wals in der Nordsee bewertete er - anders als viele andere Experten - als die richtige Entscheidung. "Der Wal ist in Freiheit gestorben und das ist etwas Gutes. Er hatte seine Chance", betonte der 43-Jährige. Hätte man "Timmy" nicht geholfen, wäre er langsam und extrem qualvoll verendet.

Kein gutes Haar ließ Lehmann an Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) - er sprach von "absolutem Versagen von politischer Seite" und gab dem Politiker eine Mitschuld am Tod des Tieres. "Das, was in Poel passiert ist, war sicherlich seiner Gesundheit und seinem Zustand nicht zuträglich. Ich formuliere es mal diplomatisch so", sagte er.

Er wünsche sich nun die Zusammenstellung eines Expertengremiums, das den toten Wal begutachten, Hautproben nehmen, seine Verletzungen dokumentieren und vor allem sein Maul auf Netzreste untersuchen sollte. "Ich glaube immer noch, dass das die Wurzel allen Übels war", bekräftigte der YouTuber.

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Ginge es nach ihm, solle "Timmy" im Anschluss daran in der Tiefsee versenkt werden, um anderen Meeresbewohnern als Nahrungsquelle zu dienen.

Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa

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